Zwischen absolutem Medien-Wahnsinn und ausgleichender Stille | mit Daniela Heiß
Shownotes
Auf geht's in eine neue Folge von „hearwego a gain“! In dieser Episode taucht Host Martin Geißler gemeinsam mit der Radiostimme von Radio Energy München Daniela Heiß tief in die Welt des Radios, Podcasts und persönlichen Wachstums ein. Dani erzählt offen von ihren Ängsten und Herausforderungen auf der Bühne und am Mikrofon – von nervösen Referaten in der Schulzeit bis hin zu ihrer ersten Moderation vor 25.000 Menschen. Wir erfahren, wie sie trotz ihrer Introvertiertheit Leidenschaft für Gespräche und Interviews entwickelt hat und warum gerade der Austausch mit jungen Talenten sie jung hält.
Darüber hinaus spricht Daniela Heiß über ihren eigenen Podcast „In der Komfortzone wächst kein Gras“, Meditation, Yoga als Ausgleich und darüber, wie wichtig es ist, Schritt für Schritt aus der eigenen Komfortzone herauszutreten. Ihr hört, wie sie mit prominenten Künstlern wie David Guetta, Ed Sheeran und Cameron Diaz vor dem Mikro umgegangen ist und warum emotionale Verbundenheit in Musik, auch in Zeiten von KI, für sie unersetzbar bleibt.
Natürlich gibt’s auch wieder Einblicke hinter die Kulissen des Radiomachens: Wie sieht der Arbeitsalltag aus, wie entsteht eine Sendung, und was passiert, wenn live mal etwas schiefgeht? Und was kann jeder von uns mitnehmen, wenn es um Rückschläge, Entscheidungen und das große Thema Energie im Leben geht?
Lehnt euch zurück und lasst euch inspirieren – von persönlichen Geschichten, beruflichen Einblicken und einer geballten Ladung ehrlicher Motivation. Viel Spaß bei „hearwego a gain“!
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⭐️ Bulletpoints:
- David Guetta: Ein entspannter Superstar-DJ
- Präsenz beim Radio moderieren
- Souveränität bei Pannen im Radio-Sendebetrieb
- Danis Weg zum Selbstvertrauen
- Ungeplanter Weg zur Radiokarriere
- Prüfungsangst überwinden
- Morgenroutine mit Meditation und Dehnen
- Schwierige zwischenmenschliche Harmonie erkennen
- Interview-Podcast mit inspirierenden Gästen
- Selbstständige Medienexpertise
- Optimierung aus Leidenschaft
- Unterschiede in Podcast-Produktionen
- Schrittweise Ziele statt Eile
- Relativierung von Alltagsproblemen
- Generische Musik und KI-Release
- Vielfältige Musikauswahl mit emotionalem Zugang
- Hausrenovierung und Raunächte
- Interview ohne klare Fragen
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🔎 Daniela Heiß:
LinkedIn: Daniela Heiß LinkedIn
Webseite: Daniela Heiß Webseite
Podcast von Daniela Heiß "In der Komfortzone wächst kein Gras: In der Komfortzone wächst kein Gras
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Dani Heiß: Ich hab mir diesen Weg ausgesucht, weil ich dachte, das kann ich. Ich krieg das hin. Weil in der Schule hatte ich immer so Angst und Referate und ich war sehr nervös und so. Mich hat das traurig gemacht und ich hab mir gedacht, das kann nicht sein, dass das so ist, wie es ist. Ich glaube, ich kann das besser. Aber meine allererste Bühnenpräsenz bei NRG war Rock im Park vor 25.000 Menschen. Eine Band anmoderieren. Ich dachte, ich sterbe.
Dani Heiß: Warum tu ich das?
Dani Heiß: Ich geh auf die Bühne und scheiße mir in die Hosen.
Dani Heiß: Beides gesagt und was passiert? Alle schreien ausziehen. Kein... Die Songs haben alle eine Story. Die gehen ins Ohr, die holen mich emotional ab. Ich hab sofort Bilder im Kopf. Alleine bei jedem Song von Michael Jackson oder Queen. Also wenn wir diese Künstler, die ihre Themen in ihren Songs verarbeiten, die politischen Themen, die Herzensangelegenheiten, den Herzschmerz, diese ganzen zwischenmenschlichen, persönlichen Themen, das kann nicht funktionieren, das will ich auch nicht, da bin ich einfach fest davon überzeugt, dass wir das nach wie vor brauchen. KI ist ein tolles Tool, muss man richtig nutzen, aber die Emotion, die nach wie vor für gute Songs wichtig ist und für den Erfolg 1 Musikers und 1 Albums, sorry, das mach ich nicht mit KI."
Martin Geißler: Dani Heiß. Eine Stimme, die aus der deutschen Radiolandschaft sicher nicht mehr wegzudenken ist. Und da tauchen wir auch in dieser Episode ganz tief ein. Ins Radio-Business. Es wird super persönlich. Wie man erfolgreich einen eigenen Podcast startet und was das mit David Guetta, Ed Sheeran und eventuell auch mit Cameron Diaz zu tun hat, das erfahrt ihr alles in der nächsten Stunde. And don't forget, abonniert den Podcast, lasst mir Kommentare da und haut eure Likes und 5-Sterne-Bewertungen hier rein, denn damit helft ihr mir und der Podcast wird immer größer. Und jetzt viel Spaß bei 1 neuen Episode von Here We Go Again.
Martin Geißler: David Guetta, Ed Sheeran und Cameron Diaz. Das sind alles Personen, die du vor dem Mikro hattest. Und ich weiß, dass du eigentlich ein super introvertierter Mensch bist.
Dani Heiß: Woher weißt du das, Martin?
Martin Geißler: Weil ich mich mit dir unterhalte. Wie funktioniert das oder was macht es mit dir dann, mit solchen Personen in den Austausch zu gehen?
Dani Heiß: Also von Angesicht zu Angesicht, mit 1 Person läuft es ziemlich gut. Wenn man auf einem Podest stehen würde und jetzt wären alle 4 mich rum, wäre das nochmal eine andere Nummer. Also das Gute war schon mal, ich hatte jeden mehr oder weniger einzeln vor dem Mikrofon. Und da gehe ich tatsächlich auf. So im Zweiergespräch, das stört mich dann nicht mehr. Das ist dann richtig cool. Und was glaubst du, wer war mein Liebling von den dreien?
Martin Geißler: Hm, da du so musikbegeistert bist, tippe ich jetzt einfach mal auf David Guetta.
Dani Heiß: Nicht Ed Sheeran?
Martin Geißler: Nee, du bist nicht so der Ed Sheeran-Typ.
Dani Heiß: Okay, ja, vielleicht liegt es auch daran, dass ich es dir irgendwann mal schon mal verraten hab. Aber es war tatsächlich David Guetta. Kannst du dir auch vorstellen, warum?
Martin Geißler: Ne. Weil ich hatte jetzt nicht die Ehre, mit ihm mal persönlich in den Ausgang zu gehen.
Dani Heiß: Also was ich wirklich cool fand, ich mein, David Guetta ist 1 der bekanntesten und bestbezahltesten DJs überhaupt. Und der ist schon so weit oben, dass der so viel Kohle hat, dass Geld einfach keine Rolle mehr spielt, dass der Typ einfach tiefenentspannt ist. Der macht wirklich nur noch, der ist ja Ü50, relativ gut gebaut. Das ist aber nicht der Grund, fit ohne Ende, also das ist nicht der Grund, warum ich das Interview cool fand, aber normalerweise, also Klischee stellt man sich ja unter DJs eher kaputte, fertige Typen vor, vor allem früher waren das ja eher so die Undergroundler und so. Und er kam da, damals es war bei Energy in Cannes, die Energy Music Awards. Rein wie so ein Sportler, super fit, Sonnenschein, hat gestrahlt, war super offen, war super authentisch, sehr naber, hat Witze gerissen und da hatte er mich einfach. Also ich hatte gedacht, dass er ziemlich arrogant ist, das gibt's auch oft. Kein Bock hat, mit den Leuten zu sprechen, mit der Presse.
Dani Heiß: Das war überhaupt nicht so.
Martin Geißler: Gut, das
Dani Heiß: war auch so seine Heimat, seine Heimatsprache, Frankreich, Französisch. Aber man hat echt gemerkt, der muss nicht mehr arbeiten. Der hat Bock auf das, was er da macht. Das hat mich total überzeugt, Das fand ich richtig cool. Und tatsächlich auch, er ist sehr fit, der macht viel Sport. Was er auch gesagt hat, was ich sehr cool fand, was ihn jung hält, ist die Arbeit mit jungen Menschen.
Martin Geißler: Mhm.
Dani Heiß: Mit jungen DJs, junge Leute zu fördern. Das kenn ich auch aus meiner Branche. Jetzt bin ich auch schon seit über 15 Jahren beim Radio und bin inzwischen, früher war ich 1 der Jüngsten, jetzt bin ich 1 der Ältesten. Und ich liebe es auch bei NRG zum Beispiel mit den jungen Leuten zu arbeiten. Ich glaube, ich verstehe, was er meint, dass es einen auch jung und frisch hält, wenn du mit jungen Medienmenschen zusammen bist, das ist irgendwie cool, das ist irgendwie fresh. Was soll ich sagen? Das war's eigentlich. Ich fand's einfach cool.
Martin Geißler: Weißt du, was ich total weird am Radio finde, oder was ich immer so als komplett komische Situation wahrgenommen hab, ist, jetzt sprichst du mit David Guetta, ja, jetzt moderierst du seinen neuen Titel an und du spürst das Adrenalin und du, das war ein geiler Break, das war eine geile Moderation und Alles hat gepasst und du drückst die Musik ab
Dani Heiß: und
Martin Geißler: dann ist Stille und dann bekommst du kein Feedback. Das fand ich immer total komisch, obwohl ja Millionen Hörer zuhören, da an deinen Lippen hängen und du kriegst aber irgendwie nichts zurück. Also ich habe jetzt nie moderiert, ich war immer auf der Produktionsseite, aber auch da haben wir ja geschwitzt ab und an in der Produktion, wenn wir da irgendwie, sonst irgendwie was abgefahren haben, Hörspiel, wenn's ist, auch noch aufproduziert haben für die Live-Show. Es musste alles dann on point fertig sein, dann ist das Ding abgefahren. Alle haben sich so abgeklatscht im Sender und yeah und geil, aber so... Direktes Feedback bekommst du ja nicht von draußen, ja?
Dani Heiß: Das ist die größte Challenge und das lernt man über die Jahre, dass man trotzdem präsent klingt Und man auch das Gefühl hat, draußen, egal, also man sagt Radio ist ein Nebenbei-Medium. Du hörst es morgens, wenn du aufstehst, beim Frühstück machen, im Radio, im Auto, beim Autofahren. Und die große Kunst ist es, so präsent zu sein als Moderator, obwohl du ganz allein im dunklen Studio stehst, dir vorzustellen, mit wem sprichst du da und dass du das auch transportieren kannst. Das ist echt nicht einfach, das unterschätzen die Menschen, weißt du? Wir haben oft früher Führungen gehabt von Schulklassen etc. Und dann stehen die immer im Studio, Wow, das machst du alles und du musst gleichzeitig die Knöpfe drücken und dann so on point. Und wenn du dann zum Beispiel Besuch hast, mal im Studio, da hab ich auch Herzklopfen, da ist so dieses Introvertierte, kommt dann da. Inzwischen ist es nicht mehr so, irgendwann ist die Routine da, aber das hilft dann natürlich. Aber trotzdem, wenn du dann mal immer Besuch hattest und Studioführungen, das war mir immer recht unangenehm, weil plötzlich sind da wirklich Leute und dann immer dieser Moment, wenn du dann aufs Mikrofon drückst und jetzt hört dir wirklich jemand grad zu und 10 kleine Kinder schauen dich an und das ist, da merkst du dann, das ist natürlich schön, da merkst du dann, wie toll es eigentlich ist, wenn du Feedback bekommst.
Dani Heiß: Das hast du da natürlich nicht, aber hat auch Vorteile. Man ist halt fokussiert, man ist konzentriert, kostet nicht ganz so viel Kraft. Also ich würde das niemals schaffen. Ich meine, du musst dir vorstellen, als Radiomoderator bei meiner Sendung jetzt war das Montag bis Freitag 5 Stunden. Das ist sehr energetisch, weil du sehr, du musst präsent sein. Das kann man sich nicht vorstellen, wie fertig man nach so 1 Sendung ist. Jetzt stell dir vor, du stehst jeden Tag 5 Stunden auf der Bühne. Das funktioniert nicht.
Dani Heiß: Da brichst du irgendwas zusammen. Ich meine, die Musiker machen das auch, ja, aber halt nicht 14 Jahre am Stück.
Martin Geißler: Ja, das ist es ja gar nicht. Es sind dann nicht nur die 5 Stunden, die du dann on Air bist, sondern es könnte ja auch Vorbereitung nützen.
Dani Heiß: Ja, natürlich. Klar. Ist ein ganz normaler Acht-Stunden-Tag dann. Du kommst morgens, du hast deine Redaktionskonferenz. Die Themen werden besprochen. Es gibt Themen, die müssen gemacht werden. Es gibt Themen, da hast du Einfluss drauf. Dann machst du deine Sendung.
Dani Heiß: Ich bin gar nicht auf deine Einstiegsfrage eingegangen. Ja, wenn man neu ist und dann auf diesen Knopf drückt, die rote Lampe geht an und du moderierst da rein und hörst dich selber auf den Ohren und weißt, es geht jetzt in ganz München, wenn du Glück hast, in sehr vielen Haushalten deine Stimme raus. Das ist ganz krass. Weil man eben kein Feedback bekommt. Ich kann mich, ich werde den ersten Moment nie vergessen. Das war damals, wo ich mein Volontariat noch gemacht habe bei einem anderen Sender. Das ist völlig irre. Aber das vergisst du.
Dani Heiß: Du vergisst, vielleicht so wie bei Big Brother. Du vergisst irgendwann, dass die Kamera an ist. Das ist Daily Business.
Martin Geißler: Okay, cool. Ich kann mich auch daran erinnern, als ich bei Antenne Bayern die Morning Show produziert habe, da bin ich auch gegen halb 4 in der Früh in den Sender gefahren. Und nachts haben auch dann immer die Volontäre moderiert, haben da Sendestrecken bekommen, sich einfach auszuprobieren. Mhm, kenn ich. Da war eine Kollegin, keine Ahnung mehr, wie der Name war, und die hatte sich dann auch im Wetter irgendwie verhaspelt und hat dann irgendwie auch nicht den Knopf getroffen und hat dann halt auch laut Scheiße und dann ist Stille und dann bin ich in den Sender gekommen und die musste man dann erstmal trösten, weil die war halt komplett aufgelöst durch und das ist dann auch schon hart, ja.
Dani Heiß: Auch das lernt man, dass man dann Ruhe bewahrt. Also im Grunde die Situation beschreiben, damit der Hörer draußen mitgenommen wird, dass du sagst, ja, okay Mist, jetzt hätte ich eigentlich was anderes drücken sollen. Also ich bin hier gerade, also du musst die Situation irgendwie versuchen zu erklären, damit es nicht noch schlimmer wird. Also gar nichts sagen, wäre auch eine Option, dann hast du halt einfach ein Sendeloch, das ist immer das Schlimmste, wenn du irgendwie mal einen Fehler machst und dann ein Sendeloch entsteht, das heißt das Programm steht und man hat Stille, schreien alle durch den Sender, Sendeloch, Sendeloch, bevor man kurz rausgegangen ist und dann irgendein Häkchen vergessen hat, dass die Musik ineinander geht und so. Das geht jetzt zu sehr ins Detail, aber es ist auf jeden Fall ein sehr spannendes Medium. Es ist ein Live-Medium, überwiegend noch, teilweise verändert sich das jetzt auch extrem tatsächlich. Aber ja, das sind so die Dinge, aber das macht es dann echt. Und das versendet sich.
Dani Heiß: Es kräht, es sagt man, kein Hahn kräht mehr danach. Früher, das kann ich auch, es gibt Programmchefs, es gibt Redaktionsleiter, die machen einen dann richtig rund.
Martin Geißler: Im Aircheck.
Dani Heiß: Früher, im Aircheck zum Beispiel. Aber ist es kriegsentscheidend? Das musste ich auch lernen. Das erstens nicht mehr persönlich zu nehmen. Zweitens, ja, es ist immer noch ein Mensch, der dort hinter diesem Mikrofon steht und kein Roboter. Da passieren Fehler. Du hast ja auch jeden Tag eine andere... Dir geht's auch mal nicht gut oder du bist mal unkonzentrierter. Also das ist kein Mensch, der nicht einmal eine Radiosendung moderiert hat, weiß eigentlich, was da dazugehört und was dahinter steckt.
Dani Heiß: Und ein bisschen mehr Milde hätte ich mir da schon auch mal gewünscht.
Martin Geißler: Du hast vorhin gesagt, ab und zu, oder es müssen Themen gemacht werden. Was sind Themen, die gemacht werden müssen?
Dani Heiß: Zum Beispiel, wenn wir es jetzt auf Energy runterbrechen, privater Radiosender, wir finanzieren uns rein durch Werbung, Werbekunden. Und Dann gibt es Sonderwerbeformen, es gibt Gewinnspiele, die in Zusammenhang mit dem Kunden produziert werden. Da werden einfach Beiträge, Inhalte verkauft und die werden dann in der Sendung halt wiedergegeben. Auch in eigenen Worten. Da gibt es dann eine Guideline, da gibt es Pflichtnennungen, die rein müssen. Dann kannst du deine Worte umformulieren. Dann ist die Vorgabe, es muss fünfmal am Tag laufen. Zweimal in der Morningshow, einmal am Vormittag, zweimal am Nachmittag.
Dani Heiß: Dann der Redaktionsleiter teilt es ein, teilweise in Absprache mit den Moderatoren. Das ist natürlich bares Geld. Das sind verkaufte Promotions. Die müssen dann einfach Sonderwerbeformen, Promotions im Programm, Live-Reader.
Martin Geißler: Okay.
Dani Heiß: Genau. Damit verdienen wir auch unser Geld neben der Werbung noch zusätzlich.
Martin Geißler: Verstanden. Okay. Jetzt möchte ich nochmal ganz zurück an den Anfang, weil ich ja gesagt habe, dass du in Wirklichkeiten total introvertiert bist.
Dani Heiß: Das total würde ich sogar streichen, also immer noch introvertiert. Als ich ein kleines Mädchen war, war ich total introvertiert.
Martin Geißler: Wie hast du dann den Weg zum Radio gefunden? Weil da präsentierst du dich ja schon auf großer Bühne.
Dani Heiß: Ich hab ja auch einen eigenen Podcast, der heißt in der Komfortzone wächst kein Gras. Auch aufgrund dessen, dass ich gemerkt habe, wenn man seine Komfortzone verlässt, passieren tolle Dinge. Und ich kann es dir nicht wirklich sagen, ich habe mir das unterbewusst immer den, ich hätte immer den leichten Weg wählen können. Aus irgendeinem Grund bin ich ein Mensch, der sich immer den schwierigen Weg wählt. Ich suche mir immer die Herausforderungen. Vielleicht mir selber was zu beweisen? Ich weiß es nicht.
Martin Geißler: Offene Frage. Willst du es dir selber beweisen oder willst du jemand anders was beweisen?
Dani Heiß: Da müsste ich Zeit haben, da müsste ich drüber nachdenken mal. Ich kann denen nur sagen, ich hab mir diesen Weg ausgesucht, weil ich dachte, das kann ich, ich krieg das hin. Weil in der Schule hatte ich immer so Angst und Referate und ich war sehr nervös und so und mich hat das traurig gemacht. Und Ich hab mir gedacht, das kann nicht sein, dass das so ist, wie es ist. Ich glaube, ich kann das besser. Und ich glaub schon mir selber eher erstmal. Vielleicht wollte ich dann auch meine Mama und meinen Papa stolz machen oder so. Ich hatte schon immer so ein bisschen den Traum, Ich hab das meiner Mama auch mal gesagt, irgendwann schreibe ich Autogramme.
Dani Heiß: So ein Kindheitstraum. Es kam der Moment, Autogrammkarten heißen die, das ist schon so lange her, bei NRG und dann habe ich echt Autogramme geschrieben. Martin, kannst du dir das vorstellen? Nein. Manifestiert. Ja, aber Obwohl ich nicht der Mensch bin, der das braucht für sein Ego, aber irgendwie ist das natürlich schon schön, das geb ich auch offen zu und das war so ein Kindheitstraum eher. Ich wär eigentlich gern Sängerin geworden sogar. Ah, schau an.
Martin Geißler: Aber ich
Dani Heiß: kann nicht singen leider.
Martin Geißler: Dafür hab ich's gemeint. Ich
Dani Heiß: kann aber die
Dani Heiß: Leute grund und boden quatschen. Nee, es gibt noch ein ganz nettes Phänomen. Ich kann auch sehr extrovertiert sein, wenn ich mich wohlfühle. Wenn das Umfeld gut ist, wenn ich die Menschen mag, dann blüh ich sogar richtig auf. Also Stichwort Klassenclown oder so. Also ich hab so ein bisschen beide Extreme. Ich halt mich erst zurück, wenn ich niemanden kenne und das nicht einzuschätzen weiß. Aber wenn ich mich wohlfühle mit meinen Poppenheimern, dann ist es ein bisschen das Gegenteil auch.
Dani Heiß: Und inzwischen habe ich die Routine und Bühnenmoderationen kamen dann auch dazu, Events.
Martin Geißler: Ich wollte mich gerade fragen, weil du bist ja jetzt auch bei den Medientagen in München am Start mit 1 Keynote Musik und KI.
Dani Heiß: Ja genau, eigentlich auch dein Thema Martin, komm vorbei.
Martin Geißler: Sehr gerne. Genau und das ist ja jetzt nochmal, Also im Radio macht man das über die Hörebene und jetzt sind wir da auf den Medientagen, wirklich Bühnenpräsenz, das ist ja nochmal was komplett anderes.
Dani Heiß: Ihr werdet aufgeregt sein.
Martin Geißler: Ja, hoffentlich, ja.
Dani Heiß: Also vielleicht auch noch zu der Radiogeschichte. Ich liebe Gemeinschaft, ich liebe es mit Menschen zusammen zu sein, eher so auf Augenhöhe. Also deswegen mag ich auch dieses Podest stehen eben nicht. Lieber stehe ich dann so in der Runde mit den Leuten. Und ich hab beim Radio noch ganz kurz vielleicht dazu das sehr geliebt mit Hörern zu sprechen. Erstens Feedback bekommen, 1 zu 1 Gespräch wieder. Da hat man leider beim Radio nicht so die Möglichkeiten für lange Gespräche. Ich hab sehr gerne Interviews geführt, deswegen liebe ich auch das Medium Podcast.
Dani Heiß: Da kann man länger sprechen und mehr Inhalte generieren. Und das habe ich schon sehr geliebt, ja, mit den Hörern und den Menschen. Und diese Bühnenthemen, also habe ich mir nicht ausgesucht, sondern ich wurde angefragt. Also vielleicht auch da, Martin, mit der Radiogeschichte. Ich war eigentlich erst beim Fernsehen hinter der Kamera, bis mich die Leute tatsächlich, vielleicht spielt das noch mit rein, gesagt haben, Dani, deine Stimme, du musst was mit deiner Stimme machen. Ich wurde, ich hab's mir gar nicht gesucht, ich glaub ich wurde reingeschubst. Ja, tatsächlich, jetzt fällt's mir auf. Eigentlich wurde ich eher immer dann so hingetrieben, weil die Leute, ich hab dann immer wieder in tiefen Tälern, wo es mir schlecht ging, gab's immer wieder eine Person, die an mich geglaubt hat und die hat mich dann eigentlich wieder darüber geschossen.
Dani Heiß: Und ich hab's mir selber nicht so zugetraut und dann war das so ein Konglomerat an Dingen, dass ich jetzt letztendlich bin, wo ich bin und mit der Bühne, inzwischen ist es auch bisschen Daily Business, Ich hab das im Griff. Ich schlüpfe in meine Moderationsrolle.
Martin Geißler: Ist das eine Rolle dann?
Dani Heiß: Eine Rolle, ich sage, ich kann deine Professionalität abrufen. Jetzt bin ich mit dir auch ein bisschen privat, ich rede schnell. Ich glaube, ich muss mal das Tempo runternehmen.
Martin Geißler: Alles gut.
Dani Heiß: Bin ein bisschen nicht ganz so verkopft, aber wenn ich jetzt inzwischen dann meine Moderationskarten habe und meine Bühnen, Performance, dann kann ich das auch. Dann bin ich, bevor ich auf die Bühne gehe, aufgeregt, aber sobald ich dann drin bin, ist das auch weg. Dafür hab ich's dann schon oft genug gemacht. Also so Thema Blackouts oder so gibt's eigentlich nicht mehr. Aber meine allererste Bühnenpräsenz bei NRG war Rock am Park vor 25.000 Menschen. Eine Band anmoderieren. Ich dachte ich sterbe. Warum tu ich das? Ich wurde gefragt, wir alle wurden gefragt.
Dani Heiß: Als ich dann da rausgegangen bin und nach 1...
Martin Geißler: Stopp, stopp, warte mal. Alle wurden gefragt? Aber warum hast du's gemacht?
Dani Heiß: Achso, nee, mehrere, sorry.
Martin Geißler: Achso, okay.
Dani Heiß: Wir wurden halt gefragt, das Team, die Moderatoren, die Volontäre wurden gefragt, Kommt ihr mit? Habt ihr Bock? Wer will verschiedene Sachen moderieren? Haben alle ja gesagt. Da kommen wir natürlich mit. Da denkst du nicht groß drüber nach. Machst du dann auch. Bis ich dann auf die Bühne hätte gehen müssen. Zum Beispiel bei den Toten Hosen.
Dani Heiß: Ich geh auf die Bühne und scheiß mir die Hosen auf.
Dani Heiß: Dann ist gesagt Und was passiert? Alle schreien ausziehen.
Martin Geißler: Keiner hat
Dani Heiß: sich interessiert, was ich eigentlich vorbereitet habe. Dann war alles hinfällig. Ich habe dann meine Show gemacht und das war dann auch, dann war auch die Aufregung weg. Das habe ich auch gelernt, das läuft nie so, wie du es planst. Da hat das deine Frage beantwortet. Ja.
Martin Geißler: Jetzt merkt man, du fühlst dich wohl, jetzt drehst du auf, du hast aber auch noch eine Komplett andere Seite. Yoga. Auch 1 deiner, ich nenn's jetzt mal Standbeine.
Dani Heiß: Ja, genau.
Martin Geißler: Wie passt denn das alles zusammen?
Dani Heiß: Das ist immer wieder bei introvertiert oder extrovertiert. Irgendwie bin ich ein Mensch in 2 extreme Richtungen. Ich hab in diesem ganzen Medienwahnsinn auch viele negative Erfahrungen gemacht, tatsächlich. Leider auch mit Mobbing und diesen ganzen Dingen, die brauchen wir jetzt nicht ausführen. Aber es war sehr stressig und für einen eher sensiblen Menschen auch herausfordernd. Und dann ist mir irgendwann klar geworden, ich muss was tun. Ich möchte einen Ausgleich schaffen zu diesem irren Medienwahnsinn. Hab dann eine Yoga-Lehrerin interviewt.
Dani Heiß: Das war glaube ich, als beim Sportcheck damals. Lange Shopping-Nacht oder so. Und dann ging es eigentlich eine Kooperation mit Sportcheck und hab dann da meine Yoga-Mentorin, meine zukünftige, kennengelernt in einem Interview. Ich hab die interviewt, Yoga, Faszien etc. Und danach kamen wir ins Gespräch und hatten eine ähnliche Vita, nur sie war 10 Jahre älter, glaub ich. Gott, nicht, dass ich das falsch sage. Ein paar Jahre älter und war schon einen Schritt voraus. Also, wir hatten einen ähnlichen Weg und sie war einfach ein Stück weiter.
Dani Heiß: Und hab gemerkt, hey, Yoga ist was, was mir gut tut. Und vielleicht mach ich sogar mal ne Ausbildung. Und die Amina Ziller heißt die, hat dann damals gesagt, hey, Dani, mach das. Vielleicht ist jetzt der richtige Zeitpunkt. Haben uns da zufällig ausgetauscht. Jetzt im Dezember ist Infoabend, komm vorbei. Ich war da und dann hat es gematcht. Und seitdem bin ich da nicht mehr weggekommen.
Dani Heiß: Auch da, Martin, dann waren wir hier 20 Mädels in einem Kreis und mussten sich vorstellen. Dann dachten ja viele schon wieder, die kannten mich dann ja, Moderatorin Und mein Herz wieder bis hier. Also ich hasse auch dieses in der Runde sitzen und sich vorstellen. Ich bin da immer nervös. Und auch bei der Abschlussprüfung. Die Amina hat große Stücke auf mich gehalten, weil sie dachte, die Radiomoderatorin, die hat eine Präsenz. Ich hab gedacht, ich muss sterben. Und dann war die Prüfung vorbei, ich hab sie zum Glück bestanden und dann sagt die Amina so, also Dani ehrlich gesagt, ab nächster Woche Sonntag hätte ich eine Stunde für dich und ich würde gern, dass du sie übernimmst und unterrichtest.
Dani Heiß: Aber du musst was mit deiner Nervosität machen. Du bist doch Radiomoderatorin, du kannst es doch. Und ich denke mir immer, Leute, das eine hat mit dem anderen nichts zu tun. Also ich bin ja ein irgendwo authentischer Mensch und wenn, ne? Ich hab keine Erklärung dafür, da müssen wir jetzt noch einen Psychologen dazu holen. Aber auch da mit der Übung, macht den Meister, ist das verflogen. Also ich hab Stück für Stück dann da ein Selbstbewusstsein durch Erfahrung entwickelt. Was ist, sagt man auch so ein bisschen im Coaching, das Schlimmste, was passieren kann. Da nie was passiert ist, ist auch irgendwann die Aufregung einfach besser geworden.
Martin Geißler: Und wie schaut es im Alltag aus? Wie kriegst du dann den Break hin von ich bin jetzt präsent im Radio, ich bin präsent oder präsent auf der Bühne. Machst du am Abend zum Beispiel überhaupt so Yoga? Morgens.
Dani Heiß: Ich hab inzwischen eine Morgenroutine entwickelt. Auch da hat es eine Zeit lang gedauert, dass ich das regelmäßig mache. Hab's jetzt echt in den letzten Monaten, ich würd schon sagen, über seit einem Jahr fast jeden Morgen. Und jetzt fehlt's mir sogar, wenn ich's nicht mache. Also ich versuche echt aufzustehen, kurz zu meditieren, kurz 10 Minuten Bewegung, irgendwie anzukommen, dann mach ich meinen Kaffee und dann geht's los. Das Dehnen, ich hab so ein bisschen immer noch auf meiner Bucketlist der Spagat, den werd ich wahrscheinlich nie können, Martin. Aber wenn ich einfach zu alt oder umgelenke, ich weiß es nicht. Nicht jeder Yoga-Yogi kann Spagat, weil oft auch die Gelenke, die Kugelgelenke, das will ich nicht anatomisch werden, aber nicht jeder ist auch dafür gemacht, ist auch beim Yoga wichtig, dass man sich nicht verrückt macht, jeder Körper ist anders.
Dani Heiß: Nicht jeder kann Spagat, weil einfach das Gelenk das gar nicht hergibt, aber Ja, das ist, weiß ich, dass mir das sehr gut tut und wenn man einmal länger meditiert hat und wirklich gespürt hat, was das mit einem macht, will man das nicht mehr loslassen.
Martin Geißler: Okay, Meditation also auch.
Dani Heiß: Ja, Meditation, Yoga, auf jeden Fall.
Martin Geißler: Wie lange machst du das? Meditierst du dann jeden Tag?
Dani Heiß: Ne, das schaffe ich nicht.
Martin Geißler: Würdest du das gerne wollen?
Dani Heiß: Ich bin jetzt ganz zufrieden, es läuft. Wahrscheinlich ist es fast jeder zweite, das reicht mir schon. Auch da habe ich gelernt in sich reinzuhören, weil manchmal ist es besser, wenn du in die Aktion gehst, auch Stress abzubauen. Nicht immer ist Ruhe gut. Da sollte man so ein bisschen auf seinen Körper hören. Es ist auch mal besser, wirklich laufen zu gehen, eine Runde spazieren zu gehen. Nicht immer ist Stille und Ruhe gut. Also für den Stressabbau, sag ich jetzt mal.
Dani Heiß: Aber sich zu erden, mal kurz zu connecten, mal einchecken, atmen, ist gut.
Martin Geißler: Klingt nach einem super guten Ausgleich, den du da gebaut hast. Von dem verrückten Medienwahnsinn hin zu ich atme durch oder komm auch mal wieder zu mir.
Dani Heiß: Genau. Wobei man sagen muss, die Yoga-Szene ist auch verrückt, das habe ich dann festgestellt. Und es ist auch energetisch, Martin. Also nach 1 Yoga-Stunde bin ich auch fertig. Weil wenn meine Kollegen sagen, ah ja, Dani, jetzt gehst du Yoga unterrichten, jetzt kannst du entspannen. Ich so, Leute, ich stehe da jetzt 75 Minuten und rede durchgängig. Ich gehe auf die einzelnen Leute ein, ich schaue mir die genau an, ist es richtig, was sie da machen. Ich versuche den Raum zu halten und auch wenn du ein empathischer Mensch bist, nimmst du auch die einzelnen Energien der Schüler auf.
Dani Heiß: Ich kenne Yoga-Lehrerinnen, Yoga-Lehrer, die haben sogar auch, ich würde jetzt nicht sagen Burnout, aber echt mal eine Pause gebraucht vom Unterrichten, weil es auch wieder sehr energetisch ist. Bin mir noch nicht so ganz sicher, ob das das Richtige ist, was ich da so mache.
Martin Geißler: Wieso?
Dani Heiß: Alles tatsächlich, was ich mache, sehr viel Energie kostet auch. Meine Challenge ist zu gucken, woher kriege ich Energie?
Martin Geißler: Das wollte ich jetzt nicht fragen. Wenn ich das alles so viel Kraft kostet, wo holst du dir dann die Kraft wieder zurück?
Dani Heiß: Das habe ich mich auch gefragt. In der Natur. Also wandern, die Berge, ganz krass. Also das holt mich so runter. Ich war früher ein Meerkind, also Meermeer. Jetzt ist es Berge, Berge eher, weil Meer ist so weit weg.
Martin Geißler: Lustig, jetzt schließt sich gerade der Kreis bei uns.
Dani Heiß: Wieso?
Martin Geißler: Weil so haben wir uns kennengelernt. Eigentlich
Dani Heiß: in den Bergen. Wir sind im Bergmenschen-Podcast.
Martin Geißler: Ja.
Dani Heiß: Richtig.
Martin Geißler: So sind wir aneinandergeraten. Stimmt. Viele liebe Grüße an der Stelle an den Moritz Schein. Grüße. Danke fürs Beauftragen. Ja. So sind wir zueinander geraten. Ja geil.
Dani Heiß: Die Natur auf jeden Fall und Familie und Freunde. Also wir haben ein ganz enges Band zu meinen Familienmitgliedern. Meinen Patenkindern, Schwester, Papa, Mama. Mama leider nicht mehr da. Meinen Mann und Freunde. Auch eine Challenge, die man lernt im Leben, sich ein Umfeld zu schaffen, das einem Kraft gibt. Das musste ich auch lernen. Also kennt jeder von uns.
Dani Heiß: Menschen, die Kraft ziehen, Menschen, die Kraft geben.
Martin Geißler: Wenn wir
Dani Heiß: jetzt so drüber sprechen, Martin, fällt mir auf, irgendwie zumindest bei mir, aber ich glaub natürlich auch bei vielen Menschen, dreht sich vieles Energie. Zert Energie gibt Energie. Also zumindest bewusst bei mir auch im Job. Gut, das ist wahrscheinlich bei jedem so. Aber da so die Waagschale halten. Das mach ich. Ich gucke inzwischen, was gibt mir Energie, was zieht mir Energie und versuch dann da auch konsequent zu sein, was nicht immer leicht ist.
Martin Geißler: Ich wollte gerade nämlich direkt nachhaken. Was machst du denn, wenn du merkst, da ist jemand, der saugt mir die ganze Zeit nur die Energie aus?
Dani Heiß: Hab ich inzwischen nicht mehr. Fast nicht mehr. War ein langer Weg.
Martin Geißler: Worum meinst du liegt das?
Dani Heiß: Weil ich doch durch die Yoga-Arbeit, im Yoga, durch die Meditationen mich viel besser kennengelernt habe oder auch viel mehr ins Spüren gegangen bin. Das klingt ein bisschen spirituell, aber mehr das Gefühl dafür bekommen habe, viel schneller. Ich war da früher total blind. Ich hab's nicht gecheckt. Ich dachte immer, es liegt an mir. Nee, ich hab irgendwann gemerkt, hey, nicht alle Menschen sind gut auf dieser Welt und meinen es vielleicht auch nicht gut mit dir oder haben selber eigentlich Themen beziehungsweise vielleicht eher sind selber mit sich so, dass sie auf dich Dinge abladen. Und das hat aber nichts mit dir zu tun. Das wird jetzt auch wieder so ein bisschen psychologisch.
Dani Heiß: Vielleicht wisst ihr, was ich meine. Also man lernt irgendwann zu unterscheiden, Wer einem gut tut und wer einem nicht gut tut. Wenn man mal wirklich durch die Scheiße gegangen ist, sage ich mal auch, sei es durch in Beziehungen oder auch in Freundschaften, weißt du, dass du das irgendwann nicht mehr willst. Und dann wird man härter, konsequenter auch.
Martin Geißler: Das wollte ich gerade fragen. Bist du da super konsequent mittlerweile, wenn es jetzt dann nochmal vorkommt?
Dani Heiß: War ich nie. War ich nie.
Martin Geißler: Warst du nie okay?
Dani Heiß: Ich habe irgendwann das geschafft, das in den Griff zu bekommen und dann, als irgendwann so ein bisschen, es klingt jetzt echt hart, aussortiert war, auch aufzupassen, wen lasse ich in meinem Leben?
Martin Geißler: Du, ich kann das so nur bestätigen, also ich habe auch lange an Freundschaften gehalten, die mir im Grunde genommen nicht gut getan haben, die nur Energie genommen haben. Es hat sich auch immer wieder alles im Kreis gedreht und als ich dann da konsequent einen Cut reingezogen habe, ab da ging es dann mir besser. Das tut weh in dem ersten Moment da wirklich auch für sich einzustehen und sagen, ne, es tut mir einfach nicht gut. Ich mache jetzt da einen rigorosen Strich drunter, aber dann passt's.
Dani Heiß: Was ich auch noch wichtig finde, ich will da auch keinem auf den Schlips treten, den ich vielleicht in meinem Leben mal kennengelernt hab, aber es passen halt auch einfach nicht alle Menschen zusammen. Oder ich kann, es ist immer gegenseitig, es ist nie eine Seite schuld. Die Energien passen nicht oder die Ansichten passen nicht. Oder man triggert gegenseitig im Anderen was, was einfach kontraproduktiv ist. Das gilt es zu erkennen und dann zu sagen, ich mein's nicht böse, aber ich glaube, es passt einfach nicht. Man kann sich das nicht immer aussuchen in der Familie, ist das ganz schwierig, glaub ich. Da hab ich großes Glück, dass das sehr harmonisch ist. Also da würde ich mir auch schwer tun, Ratschläge zu geben im familiären Umfeld.
Dani Heiß: Kenn ich auch im Bekanntenkreis, dass da Menschen rigoros werden mussten, weil sie auch sonst kaputt gegangen wären. Das ist sehr, sehr traurig, aber dann ist es so. Und Arbeit ist halt auch in gewisser Weise schwierig. Martin, wir haben uns jetzt freiwillig ausgesucht, ja, damals durch den Black-Mansion-Podcast und es hat gematcht und wir arbeiten immer noch zusammen.
Martin Geißler: Mir brennt eine Frage auf die Nägel und zwar, das ist schon länger her, dass du gesagt hast, hey Martin, also jetzt wird es vielleicht etwas zu diem für manchen, aber du siehst die Aura von Menschen. Stimmt! Und damals habe ich dich gefragt, Was ich denn für eine Farbe gerade habe?
Dani Heiß: Wo driften wir jetzt ab?
Martin Geißler: Und da hast du gesagt, ich habe die orange Farbe.
Dani Heiß: Martin, Mist, jetzt hättest du mich fragen sollen. Ich wusste nicht mehr. Ich hatte gerade orange im Kopf. Ja. Du bist wieder orange.
Martin Geißler: Mein Gott mal.
Dani Heiß: Danke. Orange, Was auch immer das bedeutet.
Martin Geißler: Wir haben nachgeschaut. Gesund, fit, also alles.
Dani Heiß: In der Sekunde, in der du das gesagt hast, dachte ich mir, ich weiß es nicht mehr, aber du bist orange. Ich schwöre.
Martin Geißler: Ich schwöre.
Dani Heiß: Ja, lustig. Naja, Das kennt man vielleicht auch, dass man doch, wenn jemand in den Raum kommt, man spürt die Energie. Nicht jeder, aber ich würde behaupten, ich hab ein Gefühl für Menschen. Geht's dem gut? Vielleicht bin ich wie so ein Hund. Ich kann ja schnüffeln, ob's jemandem gut geht oder nicht. Ist der krank oder nicht? Man muss aber auch aufpassen. Ich lieg natürlich auch nicht immer richtig. Aber Bauchgefühl muss ich auch immer noch lernen.
Dani Heiß: Aufs Bauchgefühl hören. Bauchgefühl stimmt sehr oft. Nur mein Kopf kommt dann dazwischen. Das ist dann nicht gut. Aufs Bauchgefühl kann man sich meistens verlassen.
Martin Geißler: Ja, Bauchgefühl, ich würde eher sagen so Intuition. Weil Bauchgefühl hat auch so wieder viel, finde ich, mit Denken und Konst.
Dani Heiß: Intuition trifft's gut.
Martin Geißler: Ja, schau.
Dani Heiß: Ja, viele Themen, die wir hier so anreißen. Ja, ist verrückt.
Martin Geißler: Kommen wir nochmal zurück auf deinen Podcast. In der Komfortzone wächst kein Gras, weil du hast ja vorhin gesagt, beim Radio, da ist es ja so, dass du auch gewisse Themen machen musst. Jetzt mache ich auch den Podcast hier unter den Gesichtspunkt, dass ich gesagt habe, ich mache hier einfach auf das, was ich Bock habe. Ja, also ich suche mir die Gesprächspartner raus, auf die ich Lust habe. Wir sprechen über die Themen, über die wir Lust haben. Du hast mir gesagt, Martin, was machst du?
Dani Heiß: Total geil. Kenn ich gar nicht. Das muss ich gar nicht vorbereiten muss.
Martin Geißler: Ich habe mir eine Einstiegsfrage überlegt und dann Schauen wir mal, wo das Gespräch hingeht und dann gucken wir mal, was dabei rauskommt. Das ist bis jetzt immer gut gelaufen. Dein eigener Podcast, da kannst du jetzt auch selber bestimmen, mit wem du sprichst oder über welche Themen du sprichst.
Dani Heiß: Genau, deswegen habe ich ihn gegründet. Mit deiner Hilfe, sounddesignmäßig zumindest.
Martin Geißler: Kam jetzt dieser Podcast deshalb auf, weil du mal programmlich, sag ich mal, was eigenes machen wolltest? Oder ist es dann auch eine persönliche Geschichte von dir? Oder beides vielleicht zusammen?
Dani Heiß: Ich liebe es, Gespräche mit Menschen zu führen. Und ich würde jetzt behaupten, ohne mich zu weit aus dem Fenster zu lehnen, dass darin meine absolute Stärke liegt. Interviewführungen, auch Menschen eine Bühne geben. Es ist auch mal wieder ein Interview-Podcast. Ich bin nicht die Hauptperson, die introversierte Dani, die Hauptperson ist der Gast. Viele tolle, spannende Menschen in meinem Leben kennengelernt. Und hab mir irgendwann gedacht, das ist alles, das muss raus, das inspiriert, motiviert Leute. Und im Radio hat mich das immer so ein bisschen eingeschränkt, dass ich ja maximal 1, 30.
Dani Heiß: Und dann hast du tolle, lange Interviews und dann musst du die klein hacken. Versteh ich alles so, funktioniert auch Radio und das würde auch keiner dranbleiben. Die Hörverweildauer beim Radio, 10 Minuten, Viertelstunde, bringt auch im Radio nichts. Und einfach aus dem Herzen heraus mal wirklich was machen, worauf man Bock hat. Angefangen hat's mit dem Black Menschen Podcast so ein bisschen und ich hatte auch bei NRG einen Podcast, da ging's neue Musik und habe gemerkt, das liegt mir. Ich find das cool. Ich hatte früher mal so einen Traum, so eine Late-Night-Talkshow. Überhaupt Talkshow.
Dani Heiß: Einfach liebe ich Talkshows. Früher hab ich die auch immer geguckt.
Dani Heiß: Arabella Giesbauer, wie sie alle heißen.
Dani Heiß: Also mit Menschen sprechen, philosophieren, kann man mit einem Podcast. Supergut. Ohne irgendeinen finanziellen oder wirtschaftlichen Hintergrund. Einfach mal Herzensprojekt, was ist es? Interviews führen, mit Menschen sprechen und das Ganze als Audioformat war es eigentlich schon. Ausprobieren, mal das machen, worauf ich wirklich Bock habe. Was macht mir Bock? Podcast.
Martin Geißler: Auch wenn es so aufwendig ist und ich weiß ja, was bei einem Podcast alles dahinter steht an Aufwand, gibt dir das dann Kraft?
Dani Heiß: Ja, weil alles, was ich die letzten 20 Jahre gelernt habe, sich da jetzt richtig, wie sagt man, Ich weiß, was ich da tue. Ich kann schneiden, ich kann die Technik bedienen, ich hab alles zu Hause, ein cooles Schnittprogramm. Ich bin ne One-Man-Show und ich brauche niemanden dafür. Ich kann von A bis Z, ob das jetzt gut ist oder nicht, ist ja mal ne andere Nummer, aber Kann man das verstehen? Das ist so, ich hab das alles gelernt. Es ist so die Expertise, die da mit reinfließt und ich kann mich ausprobieren und Kill your Darlings, das ganze Programm, dass es da jetzt echt ein Medium gibt, wo man alles, was man gelernt hat, einem was bringt, find ich super. Ich müsste es natürlich viel öfter, also die Folge, ich weiß nicht, du machst ja jede Woche eine Folge, glaub ich mal.
Martin Geißler: Na, alle 2 Wochen.
Dani Heiß: Alle 2 und ich halt nur einmal im Monat und das ist eigentlich zu wenig, eine Reichweite zu generieren. Das ist tatsächlich grad so ein bisschen meine Challenge. Aufgrund des Aufwandes, ja, hab ich jetzt schon so ein paar Ideen, wie ich die Frequenz erhöhe. Was muss ich machen? Ich würde gerne Solo Sunday mit Dani folgen, einmal pro Woche am Sonntag. Dann müsste ich mehr von mir preisgeben. Aber ich habe 2 Jahre auch eine Coachingausbildung gemacht. Coaching, Mentaltraining, mentale Stärke, Beratung, Stressmanagement. Auch studiert tatsächlich an der BSA Akademie.
Dani Heiß: Und machen viele, weiß ich. Trotzdem liebe ich's, vielleicht so kurze Folgen, Coaching-Tipps in so zehnminütigen Folgen, einmal pro Woche. Das wär so mein Ziel, weil ich möchte dranbleiben. Und ich glaube, dass die Inhalte schon wertvoll sind und Menschen inspirieren, motivieren, die Komfortzone zu verlassen und so. Und es wäre eigentlich schade, wenn es nicht gehört wird. Aber da eben jetzt komme ich dann an meine Grenzen, weil es eben dann aufwendig wird.
Martin Geißler: Jetzt sind wir ja im Business Podcast Spektrum unterwegs und da sagen jetzt ganz viele, die da von außen das Ganze beobachten, ja aber so kompliziert ist es doch gar nicht. Ihr hockt euch doch davon ein Mikrofon. Das sieht jetzt super easy aus. Aber was da alles dazu gehört. Hosting, Vorbereitung, Sounddesign, das ganze Equipment, Cover,
Dani Heiß: Grafische Gestaltung,
Martin Geißler: die Aufnahme dann, den Inhalt aufbauen. In vielen Unternehmen ist ja auch das Thema, über was sprechen wir, wie sprechen wir darüber, wie sprechen wir mit unserer Zielgruppe und so weiter.
Dani Heiß: Ansprechhaltung, alles, ja.
Martin Geißler: Und dann die Vermarktung auch noch hinten raus on top und da wird's dann meistens komplicierter.
Dani Heiß: Genau, da bin ich auch einfach raus, weil das schaffe ich zeitlich auch nicht mehr, das zu pushen bei YouTube, überall was du ja machst, als Profi. Aber es ist ja auch wirklich dein Daily Business, ja. Und ich mach halt noch viele andere Sachen und dafür wird's dann irgendwann echt zu aufwendig. Manchmal hatte ich so den Traum, ich schmeiße alles hin und stürze mich da rein, aber das traue ich mir nicht. Ich breche meine eigene, also ich halte mich nicht an das, was ich erzähle in meinem Podcast. Komfortzone verlassen, ich höre es mir an, wie es die anderen machen und ich taste mich langsam raus.
Martin Geißler: Naja, ich glaube schon, dass es auch ein Verlassen der Komfortzone ist, überhaupt etwas extra zu tun, ein Herzensprojekt nachzugehen, seine Expertise da reinzuhauen. Andere machen gar nichts. Die gehen von 9 bis 5 arbeiten und machen 3 Kreuze, wenn ein Wochenende ist. Hast recht. Ich glaube, ich könnte mir ja mein berufliches Leben...
Dani Heiß: Könnte man, oder? Warum tue ich mir das an?
Martin Geißler: Ich mache es, weil ich es liebe. Ich kann es mir nicht anders vorstellen. Ich mache jeden Tag das,
Dani Heiß: worauf du Bock hast.
Martin Geißler: Das wäre jetzt übertrieben gesagt. Ich muss mich auch mit vielen Dingen auseinandersetzen, auf die ich keinen Bock habe, aber die halt dann dazugehören. Aber so im Kern mache ich jeden Tag das, was ich liebe. Und ich mache es dadurch mit Passion und ich gucke nie auf die Uhr und sage, oh, Jetzt habe ich aber noch 2 Stunden, sondern eher Scheiße. Ich habe viel zu wenig Zeit für das, was ich eigentlich heute alles schaffen will. Und dann gibst du nochmal extra Gas oder schaust. Wie kannst du Prozesse optimieren? Wie kannst du Abläufe so machen, dass es nur noch halb so viel Zeit kostet? Und und und. Das ist ein ständiges Optimieren.
Martin Geißler: Du hast vorhin gesagt, ja, ich bin eine One-Man-Show. Vielleicht wäre bei dir der Weg, irgendwann zu sagen, ich hole mir eine kleine Assistenz, die mir das macht oder ich lagere Dinge aus.
Dani Heiß: Haben wir schon gemacht, wir beide.
Martin Geißler: Haben wir schon gemacht. Oder ich gehe raus aus meinem Hauptjob und setze alles auf eine Karte. Aber dazu gehört super viel Mut.
Dani Heiß: Ja, hab schon Stunden reduziert. Also Das ist vielleicht so der erste Schritt. Ich liebe nach wie vor auch meinen Job beim Radio noch und auch bei Energy. Wir sind ein cooles Team und auch da
Martin Geißler: das Umfeld und die
Dani Heiß: Menschen, das ist einfach sehr, sehr wichtig. Das ist sehr, sehr, sehr wichtig neben auch dem finanziellen Aspekt. Aber das ist grad so mein Mittelweg, da eben runterzureduzieren und Zeit zu schaffen für meine eigenen Projekte. Und das kann man nicht mit jedem Unternehmen machen, da bin ich auch dankbar, dass ich da die Möglichkeiten habe. Das ist gerade so ein ganz cooler Weg. Vielleicht wird da noch ein bisschen mehr reduziert irgendwann. Muss ja mit meinem Chef auskraschballen.
Martin Geißler: Hier hört keiner von Energie zu.
Dani Heiß: Aber ja genau und das ist erstmal eine Doppelbelastung auch, das merke ich auch. Aber ich bin ja mein eigener Herr. Weißt du, Martin, wenn es nächsten Monat keine Folge gibt, dann gibt's keine. Aber inzwischen habe ich schon einen Anspruch, dass ich dranbleibe.
Martin Geißler: Macht dich das dann fuchsig, wenn keine erscheinen?
Dani Heiß: Aktuell schon, weil ich will jetzt mehr machen. Also weil jetzt bin ich an einem Punkt angekommen, jetzt habe ich schon zu viel Arbeit reingesteckt und zu tolle, finde ich, Folgen auch produziert, jetzt es schleifen zu lassen. Ich merke jetzt, es rollt so langsam an und muss ich bitte noch mal ein Business Gespräch führen, wie du mich unterstützen kannst. Aber zum Beispiel ja der Unterschied zwischen uns auch, ich One-Man-Show und du Hauptbusiness, was hast du natürlich on top, was ich nicht habe? Videopodcasts. Licht, Technik, grafisch bist du aufgestellt. Da hast du natürlich jetzt, wenn ein Corporate-Podcast oder ein Unternehmen die Ecke kommt, sind sie dann natürlich bei dir völlig richtig gut aufgestellt.
Martin Geißler: Das war der Werbeblock.
Dani Heiß: Nee, aber das ist natürlich jetzt der Unterschied. Jemand, der wie du das professionell macht und auch wirklich rausgeht und das Firmen anbietet. Vielleicht mal für euch als Beispiel. Ich hatte auch mal dann Anfragen, ja, Dani, kannst du nicht einen Podcast für uns machen? Ich hab gesagt, ja, kann ich, Redaktion, Moderation, aber ich hab jemanden, der macht Produktion. Und dann kam der Martin mit ins Spiel. Und so kann man ja auch gucken, hey, man muss nicht alles machen. Man kann ja auch sich mit Profis zusammentun.
Martin Geißler: Ich würde mich wahnsinnig schwer tun, wenn ich als Frau moderieren müsste.
Dani Heiß: Und das ist, glaube ich, ein ganz cooler Weg, dass man, das ist vielleicht auch die Zukunft. Muss ja nicht jeder immer alles machen. Man
Martin Geißler: kann ja auch,
Dani Heiß: Schuster bleib bei deinen Leisten. Aber ich glaube die Leute machen sich verrückt, weil alle denken sie müssen alles können und sie müssen alles machen und ich glaube es ist echt schwierig im Moment so rauszufinden was will man eigentlich und was will man nicht und was macht man was nicht ohne sich zu überfordern.
Martin Geißler: Bist du perfektionistisch veranlagt? Ja. Das heißt wie lange hat das gedauert bis du also von der Idee ich mache jetzt den eigenen Podcast bis hin zu ist es dann die erste Episode?
Dani Heiß: Boah bestimmt ein halbes Jahr.
Martin Geißler: Halbes Jahr? Krass.
Dani Heiß: Aber weil auch viele, es kam tatsächlich dann eine Hochzeit dazwischen, die ich geplant hab. Und ja, viele…
Martin Geißler: Nur geplant, oder?
Dani Heiß: Ne, geheiratet auch. Da weg ich da natürlich schon ab. Also da das Herz dran hängt, was wichtig ist, aber noch kein Geld, neigt man dann halt auch dazu, das aufzuschieben, was schade ist. Deshalb muss man auch selber sich so ein bisschen Druck aufbauen, damit man jetzt auch dran bleibt.
Martin Geißler: Hast du da Tipps für jemanden, der auch mit dem Gedanken spielt, einen Podcast zu starten, wo du sagst...
Dani Heiß: Mit dir ein Beratungstelefonat
Martin Geißler: auszuhalten? Na, von mal...
Dani Heiß: Ne, also tatsächlich machen natürlich, Aber ich muss auch sagen, vielleicht komm ich da auch zu sehr aus einem professionellen Umfeld, aus dem Radiobusiness und ich hab was Audioqualität und Stimmen, roter Faden im Gespräch, Einstieg, Hauptteil, Schluss. Hauptteil, Schluss. Ein anderer Anspruch, das soll jetzt nicht arrogant kriegen, aber ein bisschen einen anderen Anspruch als jemand, der noch nie im Radio gearbeitet hat. Vollkommen
Martin Geißler: klar, ja.
Dani Heiß: Ja, und viele sind bei 0 gestartet, haben zu Hause irgendwas aufgenommen und sind jetzt hochgradig erfolgreich. Ich glaube, mir steht mein Business im Weg, weil ich denke, es muss perfekt sein, weil ich so gedrillt wurde über Jahre. Ich glaube, das ist vielleicht sogar ein bisschen kontraproduktiv, weißt du? Weil ich weiß ja, wie es gehört und wie die Qualität sein soll. Kannst du vielleicht bestätigen oder auch nicht. Und da tue ich mir natürlich extrem schwer, was Mittelgutes rauszuschicken. Schwierig. Und deswegen dauert es länger.
Martin Geißler: Aber würdest du dazu raten, erstmal etwas Mittelgutes rauszuschicken? Absolut,
Dani Heiß: Auf jeden Fall.
Martin Geißler: Das würde ich auch nur
Dani Heiß: jedem mit
Martin Geißler: an die Hand geben.
Dani Heiß: Absolut. Anfangen, machen. Generell auch ins Handeln kommen. Egal was es geht. Kleine Schritte, kleine Ziele stecken. Ich kann nur von mir selber sprechen. Das ist auch nach wie vor eine Challenge. Machen, machen, machen, machen.
Dani Heiß: Ausprobieren auf jeden Fall. Was soll passieren? Und man lernt ja nur dabei.
Martin Geißler: Das finde ich ist ein ganz wichtiger Tipp, den du gerade gesagt hast. Das habe ich zum Beispiel immer falsch gemacht und War immer frustriert, weil ich habe immer... Du kannst dir ja einerseits eine Vision stecken und du kannst dir Ziele stecken und auch noch Teilziele.
Dani Heiß: Zwischenziele, ja.
Martin Geißler: Zwischenziele. Und ich habe immer meine Ziele an Visionen festgemacht.
Dani Heiß: Kenn ich.
Martin Geißler: Und war dann natürlich enttäuscht, dass dann nach einem Monat du der Vision vielleicht einen Zentimeter näher gekommen bist.
Dani Heiß: Bist du ungeduldig, Martin? Vollgas,
Martin Geißler: ja. Also wenn, das geht gar nicht. Drum habe ich auch für mich lernen müssen, alles auf Ziele runterbrechen. Auf ganz kleine Tagesziele, Wochenziele, Quartalsziele.
Dani Heiß: Aber so macht man es auch im Coaching, glaube ich. Das ist genau so der Weg.
Martin Geißler: Ja, weil es ist ja im Prinzip, wenn du dann wieder drauf blickst, ist es ja komplett einfach erklärt. Wenn du eine Vision als Ziel hast, dann hast du ja nur Frustration, weil du noch nicht so weit bist. Und wenn du so ganz viele kleine Teilziele dir steckst, hast du ja jeden Tag, jede Woche immer wieder Erfolg, Erfolg, Erfolg, Erfolg. Was dich dann positiv, jetzt ist man wieder bei der Energie, ja, was dich halt positiv stimmt und sicherlich auch schneller an ein Ziel ranbringt.
Dani Heiß: Also Martin, da komme ich jetzt mit meinen ganzen Sprüchen die Ecke. Der Weg ist das Ziel und Wer immer tut, was er schon kann, bleibt immer das, was er schon ist. Deshalb jeder Schritt in Richtung Vision ist ja schon eine Weiterentwicklung. Und das Ziel ist ja nicht das Endziel, sondern der Weg dorthin. Weißt du, es ist ja total frustrierend, wenn du… viele haben dieses Ziel aktuell, ich will Millionär werden in 10 Wochen. Ja, forget it. Also, kann klappen, wenn du irgendwie zufällig rechtzeitig bei der Kryptowährung einsteigst. Aber es geht ja auch darum, das hält einem ja am Leben.
Dani Heiß: Was machst du denn, wenn in 2 Monaten deine Vision schon erreicht ist und dann was kommt danach und was kommt danach? Es ist doch auch wichtig, dass du immer wieder Schritt für Schritt kleine Erfolge feierst und die Vorfreude darauf und dich freust und dann geht's weiter Und nicht irgendwie nach 2 Wochen hast du dein Ziel erreicht und was kommt dann und was kommt dann. Das ist auch frustrierend. Also es ist so ein bisschen so ein Mittelweg. Die Vision ist cool, aber du genauso wie du sagst, ich kenn das ja von mir auch, dass man dann eigentlich der Vision hinterher hächelt und dann nur frustriert ist, lieber die kleinen Ziele stecken und sich über die kleinen Erfolge freuen und irgendwann ist man auch, glaube ich, dann vielleicht glücklich, hoffentlich.
Martin Geißler: Wie gehst du da mit Problemen, Schrägstrich Niederlagen Siehst du das überhaupt als Niederlagen oder weil also, weil was klar ist, weil du auch gesagt hast von Es ist erst mal wichtig, überhaupt zu starten. Da streiche ich zu 100 Prozent. Aber dir werden sicherlich Dinge in den Weg gestellt werden, an die denkst du im Leben nicht. Und dann kriegst du links und rechts ne Watschen und dann wirst du, ich weiß nicht, ob man geprüft wird oder wie man es auch immer nennen will, aber es sind immer Herausforderungen da, bis du dann mal wieder einen Schritt weiter bist. Wie siehst du das und wie gehst du damit
Dani Heiß: Da habe ich auch mal ein ganz gutes Zitat gelesen, die Seele bekommt nur so viel wie sie verkraften kann. Deswegen kann man sich entspannen, man schafft es. Geil. Man wächst natürlich dran. Absolut, man wächst dran und das sind alles so blöde Sprüche, die mir da einfallen, Aber schließlich eine Tür öffnet sich die andere. Ich kann nur sagen aus Erfahrung, es geht immer hoch und runter. Es gibt gute Zeiten, es gibt schlechte Zeiten. Und wenn man das irgendwann erkannt hat, dann gilt es, es durchzuhalten.
Dani Heiß: Auch bei den Dingen, die sich einem im Weg stellen, annehmen. Das ist eine ganz, ganz wichtige Geschichte. Da würde mein Mann jetzt laut lachen, weil er mir das immer sagt und auch meine Mama mir das immer gesagt hat. Meine Mama war leider schwer krank und ich habe immer, war da mit ihrem Dialog und da habe ich, ich habe eigentlich sehr viel von meiner Mama gelernt, wie sie mit ihrer Krankheit umgegangen ist. Sie hat sie angenommen. Sie hat gesagt, Dani, was soll ich jetzt machen? Ich nehme die Sache wie sie ist und versuche damit zu leben. Da habe ich gesagt, ja, aber Mama, wie machst du das? Sie war mental einfach stark. Sie konnte das einfach.
Dani Heiß: Aber das versuche ich auch, die Dinge anzunehmen. Was ist denn jetzt eigentlich das Wichtigste? Es ist jetzt natürlich, keiner von uns ist perfekt, die Gesundheit, dass es deinen Liebsten gut geht und so. Ich versuche mich immer wieder zu erden. Ist das jetzt echt, geht es jetzt eigentlich nur Gegenstände, Geld, materielle Dinge oder geht es echt wichtige Dinge, die im Leben wirklich wichtig sind? Das klingt jetzt ein bisschen krass. Das funktioniert doch nicht immer, das in eine Wackschale zu schmeißen. Aber das versuche ich immer so ein bisschen ins Verhältnis zu setzen. Aktuell mache ich das auch stark, ja, wenn mich Kleinigkeiten aufregen. Das habe ich schon lange abgelegt.
Dani Heiß: Also es gibt, wenn ich Menschen beobachte, wegen was sich aufgeregt wird, dann merke ich schon, also dafür lasse ich mir jetzt keine grauen Haare wachsen. Da gibt's echt Schlimmeres. Aber auch da gilt's natürlich nicht zu urteilen, weil wenn für dich das Problem gerade schlimm ist, ist es für dich ein ernstzunehmendes Problem, fertig. Brauchen wir jetzt nicht urteilen. Auch wenn das jetzt für mich keins ist. Aber für einen selber kann man sich halt immer nur wieder fokussieren und sich anschauen was ist das jetzt wirklich für ein Problem? Werde ich deswegen jetzt irgendwie unter der Brücke landen? Nein, garantiert nicht. Wird deswegen jetzt ein Erdbeben stattfinden? Auch nicht. Also was ist denn das Worst-Case-Szenario jetzt eigentlich? Dass ich jetzt, weil der Job mir abgesagt wurde, ich jetzt vielleicht einen anderen krieg, der besser ist?
Martin Geißler: Herzlichen Glückwunsch.
Dani Heiß: Und meistens kommt es auch besser. Und da gehe ich ins Vertrauen. Also oft waren Dinge, die da nicht geklappt haben, waren auch nicht die richtigen. Ich glaube, das ist so. Aber das sieht
Martin Geißler: man ja erst mal im Nachhinein. In dem Moment ärgert man sich, finde ich, immer drüber oder regt sich auf und ist am Überlegen, das funktioniert jetzt nicht.
Dani Heiß: Es gehört halt auch dazu. Aber ist es nicht so, dass man in Rückschlägen irgendwie wächst? Wie ist es bei dir, Martin? Wie ist es bei dir? Wie gehst du damit
Martin Geißler: Resilienz ist ein gutes Thema. Also ich habe oft auf die Mütze bekommen. Und ich sehe es aber immer als Lernen. Also in dem Moment fällt es mir unheimlich schwer, aber immer so eine Nachbetrachtung, wenn es dann mal so eine Zeit lang her ist und du dann zurück guckst und dann auch die Dinge ja analysieren kannst, warum sind sie denn so gelaufen oder warum hat es sich das denn so ergeben. Reflektieren,
Dani Heiß: ganz wichtig.
Martin Geißler: Und dann auch mit anderen Personen darüber sprichst, wie sie es vielleicht von außen auch wahrgenommen haben. Ist es ab und an ein Augenöffner, in welchem Tunnel du eigentlich unterwegs warst und dass das dann schiefgelaufen ist, vollkommen klar. Und wie gesagt, die Nachbetrachtung immer locker anzusehen, aber in dem Moment, es tut weh, aber ich sehe es immer als Lernen.
Dani Heiß: Vielleicht noch da, weil du gerade sagst, in der Nachbetrachtung, hinterher ist man immer schlauer, Hat eine Psychologin mal zu mir gesagt, das nennt man auch Rückschaufehler. Ja, wenn du was falsch gemacht hast und dann mit dir so hart ins Gericht gehst, hättest du das damals wirklich wissen können? Nein, du hast nach bestem Wissen und Gewissen gehandelt. Mach dich nicht rückblickend verrückt. Das ist in der Psychologie Rückschaufehler. Damals hattest du das Wissen nicht. Ja, ja. Deshalb mach alles okay. Zum Beispiel auch...
Martin Geißler: Aber sehe ich tatsächlich, wenn ich jetzt drüber nachdenke, auch so, weil... Mir geht es jetzt ganz oft so, dass ich rückblickend gucke und jetzt verstehe, weil ich mehrere Informationen habe, warum das damals nicht funktioniert hat.
Dani Heiß: Kannst du ja beim nächsten Mal besser machen, Martin.
Martin Geißler: Ja, genau, das meine ich ja mit Lernen. Also ja, es tut in dem Moment weh, ja, es reißt dir vielleicht auch mal die Füße weg, aber nachbetrachtet, ah, deshalb. Lass uns von der Vergangenheit nochmal ein bisschen in die Zukunft rufen. Und zwar mein Bruder hat mir letztens aus Gag eine Mail geschrieben mit Hey, hier ist mal eine neue Single, die kommt im Oktober raus, hör doch mal rein.
Dani Heiß: Macht der Musik?
Martin Geißler: Nein. Das war natürlich KI generiert. Und ich hab's halt, also...
Dani Heiß: Also das ist jetzt eine echte Geschichte?
Martin Geißler: Echte Story, also kam per WhatsApp und es war so ein hausy Track.
Dani Heiß: Low-Fi oder wie heißt Low-Fi?
Martin Geißler: Irgendwie was ganz, so old school, New. Also es war irgendwie ganz was Generisches. Es war super generisch. Das war mein allererster Eindruck, den ich hatte und habe ihm dann geschrieben, ja, das ist ja schön, dass du das mittlerweile auch mit der KI kannst. Warum dauert das Release so lange? Warum erst Oktober? Das geht, das haben wir ja übermorgen online in den ganzen Stores. Was soll das? Und dann hat er geschrieben, ah ja, erwischt. So und jetzt hältst du ja auch einen Vortrag über Musik oder
Dani Heiß: Zukunft der Musik. Geliebigkeit und so.
Martin Geißler: Wie nimmst du denn das gerade im Radiobusiness wahr, dieses ganze KI-Thema?
Dani Heiß: Ich will doch jetzt nicht den ganzen Vortrag verteilen. Ne, was genau meinst du?
Martin Geißler: Also ich war, jetzt muss ich überlegen, ich glaub das letzte Mal vor 5 Jahren hab ich einen Radiosender von innen gesehen und selbst da wird die Musik auch immer generischer. Also es klingt alles gleich, es wird alles...
Dani Heiß: Man muss natürlich gucken, was halt nachkommt auch von den Künstlern.
Martin Geißler: Aber wo geht jetzt da die Reise so für dich hin? Also es ändert ja auch bei dir wahrscheinlich das ganze Radiobusiness, ändert sich mit der ganzen KI-Unterstützung. Wir haben uns vorhin auch schon mal über deine Chart-Show unterhalten, wo redaktionell... Kannst du das nochmal kurz auftröseln?
Dani Heiß: Also ich glaube, man muss 2 Sachen an der Stelle unterscheiden, was ja auch früher viele nicht wussten, der Moderator bestimmt ja nicht die Musik. Ich habe keinen Einfluss bei Energy auf das Programm, das da läuft. Ich bin eine Verkäuferin von der Musik, die da läuft. Und wir haben eine Musikredaktion und die arbeitet natürlich mit Marktforschungsinstituten zusammen. Da wird gecheckt, was kommt gut bei den Leuten an. Das wird alles Forschung. Das ist mal Punkt 1 und da vertraut man erstmal, dass das richtig ist. Aber was ich als Moderatorin sagen kann, dass wenn du mich als Moderatorin fragst, wo die Reise hingeht, was die Musik angeht, also bei der Chartshow auch zum Beispiel, die du jetzt angesprochen hast, auch da habe ich keinen Einfluss auf die Musik.
Dani Heiß: Ich kann mir aber die Songs raussuchen, die ich anmoderieren möchte. Da bin ich frei und auch die Inhalte. Kurze Zwischenfrage, weil ich da komplett raus bin.
Martin Geißler: Früher haben sich ja die Charts ermittelt durch die CD-Verkäufe.
Dani Heiß: Ja, genau.
Martin Geißler: Oder Platteverkäufe. Wie ist das heute? Läuft das über die Streams?
Dani Heiß: Streams überwiegend. Und zum Beispiel bei NRG bei der Chartshow. NRG ist ja Europas größte Radiomarke. Also NRJ, Nouvelle Radio Jeunesse, kommt aus Frankreich. Und die sind die Top 30 Songs in ganz Energy Europa. Da geht's wirklich darum, welche Songs am häufigsten gespielt wurden. Und daraus wiederum, oder beziehungsweise die Charts ergeben sich dann natürlich an den Rotationen, die wiederum durch die Marktforschung erstellt wurden und so. Das sind die Plays by Energy.
Martin Geißler: Ich weiß
Dani Heiß: nicht, was ich meine. Also es gibt die 30 Top-Songs, die in der Zeit so und so oft gelaufen sind. Es gibt aber auch neue Songs, die es hoch geschafft haben, weil die eben getestet wurden, gut angekommen sind bei den Hörern, dann öfter reingenommen wurden. Also das ist alles Forschung, Forschung, Forschung.
Martin Geißler: Okay, verstanden. Aber ich hatte dich jetzt unterbrochen oder es gibt 2 Dinge.
Dani Heiß: Genau, also einerseits betrifft es ja die Musik genauso wie auch die Moderatoren. Ja, was wollen wir? Wollen wir, dass alles gleich klingt? Dass die Musik irgendwann von 1 KI produziert wird? Dass der Moderator die Stimme durch eine KI ersetzt wird. Also natürlich wird das vielleicht irgendwann kommen, aber ich glaube, machen wir uns alle nichts vor. Die Emotion
Martin Geißler: ist dahin.
Dani Heiß: Dahin. Und wollen wir das? Ich glaube nicht. Kann ich mir nicht vorstellen. Und ein Sehr gutes Beispiel, Martin. NRG hat eine Tochter, Nostalgie, DAB Plus Sender. 60er, 70er, 80er, 90er, ein paar 2000er sind mit dabei. Da moderiere ich zusätzlich den Vormittag. Und da merke ich wirklich bei jedem, also ich glaube ich mache die Show jetzt seit Januar, was haben wir jetzt, 8 Monate.
Dani Heiß: Und ihr müsst euch vorstellen, also pro Stunde gibt es 2 Songs, die anmoderiert werden. In diesen 8 Monaten, weiß ich nicht, ich glaube ich konnte keine Moderation jetzt mal übertrieben gesagt doppelt verwenden, weil da so viel Musik drin ist und die Rotation so groß ist, was so schön ist, dass natürlich das wir da ein bisschen freier sind in der Rotation. Bei Energy ist es natürlich viel enger, schnelllebiger, die Hörer hören viel kürzer, DAB Plus Sender, Nostalgie, laufen vielleicht mal den ganzen Tag im Homeoffice, Energy oft im Auto und so, also jetzt mal nicht zu sehr ins Detail zu gehen. Aber was mir da vor allem auffällt, die Songs haben alle eine Story. Die gehen ins Ohr, die holen mich emotional ab, ich hab sofort Bilder im Kopf. Allein bei jedem Song von Michael Jackson oder Queen. Also das ist einfach unglaublich. Ehe schon schade, dass es das so ja nicht mehr gibt in der Art und Weise.
Dani Heiß: Gut, Taylor Swift, Billie Eilish und so, okay. Harry Styles, wen gibt's noch? Ja, das ist Justin Bieber, das ist schon noch okay. Da kann ich mir nicht vorstellen, wenn das noch krasser wird. Also wenn wir diese Künstler, die ihre Themen in ihren Songs verarbeiten, die politischen Themen, die Herzensangelegenheiten, den Herzschmerz, diese ganzen zwischenmenschlichen, persönlichen Themen, das kann nicht funktionieren. Das will ich auch nicht. Da bin ich einfach fest davon überzeugt, dass wir das nach wie vor brauchen. Und die Musik verbindet ja auch. Konzerte, Festivals, Livemusiker auf der Bühne.
Dani Heiß: Also ich krieg sofort Gänsehaut. Also da bleib ich dabei. KI ist ein tolles Tool, muss man richtig nutzen, aber die Emotion, die nach wie vor für gute Songs wichtig ist Und für den Erfolg 1 Musikers und 1 Albums, sorry, das mach ich nicht mit KI. Kann ich mir nicht vorstellen.
Martin Geißler: Wunderbar! Das ist doch super auf den Punkt gebracht. Find ich gut. Dani, wenn wir uns in einem Jahr hier wieder treffen, Was ist bis dahin passiert bei dir?
Dani Heiß: Wow, jetzt krieg ich gleich Gänsehaut.
Dani Heiß: Privat oder beruflich?
Martin Geißler: Das ist mir egal. Komm, komm, so wohl als auch.
Dani Heiß: Oh, jetzt werd ich emotional. Also wir sanieren tatsächlich ein Haus, das geht jetzt dann los. Also Ich hoffe, wenn wir uns in einem Jahr treffen, wohnen wir da drin, weil sonst wird's echt teuer. Das wird eine große Challenge, das ist ein toller Traum. Das ist privat echt ein großes Projekt. Und ähm, weiß ich gar nicht, wie ich dazu gekommen bin, aber ist eine andere Geschichte. Das ist einfach so passiert. Und beruflich? Ich hab zweimal in der Weihnachtszeit jetzt mega spirituell die Raunechte gemacht, wer auch immer weiß, was das ist.
Dani Heiß: Und auf einem Zettel stand immer drauf und ich hab ihn beide Male gezogen. Darf ich noch kurz ausholen, Martin? Die Raunechte? Wir haben
Martin Geißler: die Zeit.
Dani Heiß: Du schreibst 13 Zettel, 13 Wünsche. Es gibt 12 Rauernächte. In jeder Rauernacht verbrennst du einen Zettel, du schaust den nicht an. 1 bleibt übrig, den kannst du aufmachen am Schluss und für den bist du selbst verantwortlich. Sowohl letztes als auch vorletztes Jahr, was stand auf meinen Zettel? Auch der einzige, den ich hätte tatsächlich selber verantworten können, mein Podcast wird erfolgreich.
Martin Geißler: Ja geil!
Dani Heiß: Also wer weiß, vielleicht hab ich ein paar Hörer mehr. Das wär schön, tatsächlich, das wär ein Wissenwunsch, ja. Alles andere passt, Aber irgendwie würde ich gerne mit meinem Podcast noch mehr Menschen erreichen. Aber es ist eine Aufgabe.
Martin Geißler: Da gebe ich dir jetzt nur ein paar Tipps. Tipps.
Dani Heiß: Ja, und wie ist es bei dir, Martin?
Martin Geißler: Boah, Ich in einem Jahr? Ja. Boah, also wir sind in der Firma gut gewachsen. Es sind ein paar Leute mehr dazu gekommen, es sind ein paar Projekte mehr dazu gekommen. Ja, bei mir steht's gerade alles so ein bisschen auf Wachstum. Ja, also alles wird ein bisschen größer.
Dani Heiß: Läuft einfach.
Martin Geißler: Ja, es ist schön heruntergebrochen. Läuft einfach.
Dani Heiß: Ja, läuft einfach.
Martin Geißler: Cool. Also es wächst gesund alles weiter.
Dani Heiß: Schön. Und jetzt?
Martin Geißler: Jetzt sind wir fertig. Dani, vielen Dank für deine Zeit.
Dani Heiß: Ja, war cool.
Martin Geißler: Also ich glaube, ich weiß gar nicht, welche Themen wir alle angerissen haben.
Dani Heiß: Also man merkt glaube ich, dass ich eher die Interviews führe, weil ich bin überhaupt nicht auf den Punkt gekommen, oder? Habe ich dich überhaupt was
Martin Geißler: sagen lassen? Macht gar nichts. Also ich habe so ein bisschen versucht, das Tempo zu lenken.
Dani Heiß: Speed ist ein bisschen, ey, nimm ein bisschen den Speed raus. Kannst mich langsamer machen.
Martin Geißler: Na, na, wir lassen das alles so, wie es
Dani Heiß: ist. Dankeschön Martin für die Einladung. War schön.
Martin Geißler: Sehr gerne. Bis zum nächsten Mal. Here we go again. Aber das, das, auf der... Blablabla. Ich
Dani Heiß: hab mich ausgebracht.
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