Podcast im Business - Wie Unternehmen mit Audio sichtbarer und erfolgreicher werden | mit Claudia Dennstedt
Shownotes
In dieser Podcast-Episode spricht Martin Geißler mit Claudia Dennstedt über die Themen Digitalisierung, Warenwirtschaftssysteme und den Einstieg ins Podcasten, speziell für Unternehmen.
Claudia teilt ihre Erfahrungen bei der Einführung und Nutzung von ERP-Systemen in kleinen und mittelständischen Unternehmen und betont, wie wichtig es ist, die Mitarbeiter in Transformationsprozesse einzubeziehen und Vertrauen aufzubauen.
Sie zeigt sich neugierig auf das Medium Podcast und lässt sich von Martin die verschiedenen Formate, Einsatzmöglichkeiten und Vorteile für Marketing, Recruiting und interne Kommunikation erklären.
Außerdem geht es darum, wie Podcasts und Social Media ein Zusammenspiel bilden können, um die Sichtbarkeit und das Vertrauen für die eigene Marke oder das Unternehmen zu erhöhen.
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⭐️ Bulletpoints:
- Digitalisierung und Warenwirtschaftssysteme
- Podcasting: Einführung und Anwendungsszenarien
- Reichweite und Zielgruppen von Podcasts
- Podcasts im Marketingmix
- Formate und Produktion von Podcasts
- Podcast-Veröffentlichung & Distribution
- Vertrieb heute vs. früher
- Martin Geißlers Werdegang und Entstehung von hearwego
- Entwicklung und Zukunft des Podcastmarkts
- Interne Podcasts in Unternehmen
- Sichtbarkeit und persönliches Marketing
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🔎 Webseite Claudia Dennstedt: https://www.contextlife.de/
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🔥 Social Media:
Instagram: martin.geissler.hearwego
LinkedIn: Martin Geißler
TikTok: martin.geissler.hearwego
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🚀 Webseiten von Martin Geißler:
Martin Geißler: www.martin-geissler.com
hearwego: www.hear-wego.de
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Claudia Dennstedt: Ja, KI, ja, Podcast, ja, Social Media bringt unheimlich viel Kunden und ich weiß, dass da auch ein riesen Wachstumsmarkt dahinter ist. Aber am Ende ist es wirklich immer noch der Mensch. Es ist immer noch der Mensch, der sagt, okay, möchte ich haben oder nicht? Kaufe ich oder kaufe ich nicht? Ich habe schon Unternehmen erlebt, die haben solche ERP-Umstellungen, da haben die 2 4000000 Euro an die Wand gefahren. Wertschätzung ist das höchste Gut in 1 Firma. Wertschätzung ist das, wo ich sage, daran misst sich, ob eine Firma erfolgreich ist oder nicht.
Martin Geißler: Es gibt immer noch Menschen, die vom Podcasten keine Ahnung haben, obwohl sie auch aus der Digitalisierung kommen. So auch die Claudia Denstädt von der Firma Context Live. Und genau darüber haben wir uns in dieser Podcast Episode unterhalten. Wie fügt man diese Dinge vielleicht sogar zusammen? Digitalisierung und Podcasting. Freut euch auf eine Stunde richtig guten Content und natürlich ist es die erste Podcast Episode. Schickt mir gerne Feedback zu, sollte euch hier und da etwas auffallen. Und lasst auch gerne eine Bewertung und natürlich Kommentare da, denn damit wächst der Podcast und ich weiß, was ich beim nächsten Mal noch besser
Martin Geißler: machen kann. Also das
Martin Geißler: muss man jetzt schon mal festhalten. Das war mit Abstand der katastrophalste Podcaststart, den ich je in meiner Karriere hingelegt habe. Und ich bin froh, dass es sich dabei meinen eigenen handelt, weil das war jetzt der Wahnsinn. Also wir wollten ja eigentlich schon aufnehmen vor zweieinhalb Stunden ungefähr. Und die Technik hat uns tatsächlich einen Strich durch die Rechnung gemacht, weil wie wir jetzt festgestellt haben, ist eine Festplatte abgeraucht, die wollte nicht mehr. Dann war ich hier in einem Medienfachgeschäft, eine neue zu holen. Da ist in die Kassen ausgefallen. Da ging dann gar nichts mehr.
Martin Geißler: Die durften nichts mehr verkaufen, wo wir auch gleich die Kurve zum wahren Wirtschaftssystem bestimmt für dich finden werden. Und ja, jetzt sitzen wir hier. Jetzt läuft alles. Jetzt machen wir den Podcast auf Video und Audioformat. Sehr schön. Claudia, schön, dass du da bist.
Claudia Dennstedt: Hallo.
Martin Geißler: Hallo. Meine Frage vorweg, wie hast du denn gestern geschlafen?
Claudia Dennstedt: Ja, gut. Ich habe mich gefreut. Ich bin neugierig. Nach unserem Gespräch gestern bin ich nach Hause gekommen und habe gesagt, du Schatz, ich mache jetzt einen Podcast.
Martin Geißler: Das ist nämlich übrigens ja vielleicht auch schon das erste Learning für unsere Zuhörer und Zuschauer, weil hättest du mir jetzt vor 2 Tagen gesagt, dass wir einen Podcast aufnehmen, damit hätte ich ja nie gerechnet, sondern wir haben uns ja bei einem Unternehmer-Netzwerk kennengelernt, dann warst du gestern hier bei mir im Studio, weil du dich für das Thema einfach mal grundsätzlich interessierst und wissen wolltest, was kann man da machen, wie läuft sowas und dann hat sich so ein Gespräch entwickelt, dann hast du mich nach 30 Minuten gefragt, sag mal, wäre das nicht eigentlich jetzt ein Podcast gewesen? Dann hab ich gesagt, genau das ist es und stopp an dieser Stelle und lass uns doch, wenn du Bock hast, morgen eine Episode aufnehmen. Dann kriegst du gleich mit, was ein Podcast ist und was man damit alles machen kann. Ja und jetzt sitzen wir hier. Mit jede Menge Problemen vorab, wie ich gerade erläutert habe. Ich habe das Podcaststudio hier schon seit 3 Wochen so stehen. War der Meinung, ich brauche noch eine dritte Kamera. Dann haben wir die gestern probiert einzustellen, haben da nichts gefunden. Jetzt ist sie gar nicht da.
Martin Geißler: Und dann sagt er am Schluss endlich Nein. Das macht keinen Sinn. Und das ist ja immer wieder. Man sucht immer so die 100 Prozent überall. Und jetzt bin ich auch noch nicht zufrieden mit allem, aber wir machen es jetzt einfach. Wir laufen jetzt einfach mal los und schauen, was passiert.
Claudia Dennstedt: Genau. Und ich bin auch sehr neugierig, weil ich möchte wirklich noch ein bisschen was zum Thema Podcast wissen, weil ich mich bis jetzt mit dem Thema nicht beschäftigt habe. Also für mich ist das wirklich auch ein spannendes Thema.
Martin Geißler: So, Jetzt habe ich schon gerade ein bisschen angeteasert. Du bist ja zu Hause businessmäßig im Thema Warenwirtschaftssystem, was mich gerade richtig gut getriggert hat. Roll uns doch mal kurz ab. Was machst du da? Was ist da deine Expertise?
Claudia Dennstedt: Ja und zwar betreue ich kleine mittelständische Unternehmen in der Digitalisierung. Wir schauen wie wir ERP-Systeme einführen können. Wir gucken was wird da eigentlich genutzt von diesen Unternehmen.
Martin Geißler: ERP-Systeme, das sind die Warenwirtschaftssysteme?
Claudia Dennstedt: Das sind die Warenwirtschaftssysteme. Und diese Warenwirtschaftssysteme, die gibt es schon viele Jahre jetzt mittlerweile. Es gibt sehr sehr große Unternehmen weltweit, die das auch anbieten und ich konnte da in meinem Leben in 35 Jahren Kundenservice-Erfahrung ganz ganz viele Systeme reinschnuppern und daraus hat sich die Expertise ergeben. Und mittlerweile ist es so, dass es sehr viele Branchenlösungen gibt Und dass aber auch viele kleine mittelständische Unternehmen auch nur Teile nutzen. Also sie nutzen nicht alles. Und ich sage dann immer, lasst uns mal schauen, warum nutzt ihr das andere nicht? Wie könnt ihr das effektiv nutzen, was ihr zur Verfügung habt? Und vor allen Dingen, was meine Expertise ist, ich bin zertifizierter Business Coach und ich nehme die Mitarbeiter mit. Also ich habe einmal dieses Projektleiter, Prozessleiter Thema, dieses digitale Thema in meinem Portfolio und habe auch andererseits eben auch das Coaching Thema mit dabei. Und ich weiß, wie man Menschen, die gar keinen Bock haben auf die Digitalisierung, die mit auf die Reise nehmen können.
Claudia Dennstedt: Weil es ist so, wir kommen ja alle nicht mehr raus aus dieser,
Martin Geißler: aus diesem Thema. Ich glaube schon, dass viele Leute Bock haben auf die Digitalisierung, weil es ja auch viele Dinge vereinfacht. Aber Veränderung ist, glaube ich, da das Stichwort. Darauf haben die meisten keinen Bock. Und ich glaube da bist du dann die richtige Person, die dann die Leute dann da in den Unternehmen mit an die Hand nimmt. Und denen, ja ist das dann Motivation oder?
Claudia Dennstedt: Das ist eigentlich einerseits Motivation, ja das ist ganz wichtig, dass die Leute Lust darauf haben, aber es ist auch viel Vertrauen. Dass sie eben, wenn sie etwas loslassen, dass das andere das auch für sie tut. Und dass sie trotzdem deswegen entweder ihren Arbeitsplatz nicht verlieren oder dass sie ihre Daten nicht verlieren. Diese Ängste sind ja da. Es gibt wirklich in vielen Firmen, da sind die Mitarbeiter, die haben es dreimal abgespeichert. Die haben es einmal im ERP-System, dann haben sie es nochmal in der digitalen Ordnerstruktur und dann drucken sie es nochmal aus und sagen, okay, ich muss es abheften, dann wird wieder eingescannt, dann gibt es noch ganz viel im Papier. Das klappt mir gar nicht, obwohl man es nicht mehr braucht. Und das hat aber nichts damit zu tun, dass die Leute, dass es die Digitalisierung nicht hergibt, sondern es hat was damit zu tun, dass der Mensch nicht vertraut.
Claudia Dennstedt: Dass er eben Angst hat, die Sachen zu verlieren, dass die nicht da sind, wenn er sie braucht. Und was das zweite Thema ist, ist das Suchen. Man glaubt gar nicht, wie viel Zeit in Unternehmen mit Suchen verschwendet wird. Unglaublich, das glaubt man nicht. Der Mitarbeiter sucht seine Unterlagen, der Chef sucht die Unterlagen. Dann was hat denn der Kunde gesagt? Ist es gut erfasst worden? Was ist der nächste Schritt? Wir hatten doch das irgendwo mal besprochen. Wo liegt das denn jetzt? Und das sind so Themen, da bin ich sehr gut zu Hause, da hole ich die Leute ab und da geht es dann in die Strukturen. Und ich glaube, wenn man die Systeme richtig nutzt, ich glaube es nicht nur, ich weiß es, kann man sehr effektiv sein.
Claudia Dennstedt: Und dadurch, dass ich in ganz vielen Branchen unterwegs war, hole ich wirklich vom Handwerker, der vor Ort ist, bis hin zum Geschäftsführer, weiß ich mit jedem zu reden und weiß auch jedem den Vorteil oder die Ängste zu nehmen und die Vorteile darzustellen. Und das ist das, was ich mache und das macht mir Spaß und das mache ich schon viele Jahre und alle sagen mir, was damit beschäftigst du dich? Und ich sage, ja, ist toll.
Martin Geißler: Cool. So und jetzt sitzt du hier und hast mir vorhin auch noch offenbart, dass du selbst überhaupt keine Podcasts hörst und bist jetzt einfach mal direkt zu Gast. Genau. Sehr gut. Was interessiert dich denn oder was meinst du denn, was man mit Podcast bewirken kann?
Claudia Dennstedt: Ja, das finde ich ganz spannend. Also ich habe, ich kenne das Wort Podcast, das ist ja heute ganz normal. Also sprechen viele drüber und, Aber ich habe nie einen Zugang dazu gefunden bis jetzt. Weil ich mir immer gesagt habe, ich muss mit so vielen Leuten reden und muss ja sehr intensiv zuhören. Und kann mir eben nicht vorstellen dann im Auto oder sonst wo mir noch Geschichten von anderen Leuten anzuhören über irgendwelche Themen und deswegen habe ich das immer ausgeblendet. Ich habe gesagt, okay, in meinem privaten, da höre ich lieber Musik im Auto. Und aber es ist ja so, Podcast, glaube ich, ist wichtig und es ist die Chance, seine Meinung auch offen zu sagen und sein Thema nach vorne zu bringen und eben auch das Marketing nach vorne zu bringen in vielen Bereichen. Und mich interessiert eigentlich, ich kann es mir einfach, man merkt jetzt, das ist wirklich ein blinder Fleck, ich kann es mir einfach auch noch nicht richtig vorstellen.
Claudia Dennstedt: Und deswegen habe ich gesagt, das ist ein Thema für einen Podcast, weil ich finde das spannend. Ich finde das spannend, mal rauszuhören. Ich habe dich ja gestern schon gefragt, was für verschiedene Sorten gibt es von Podcasts und wann nehmen die Leute das? Und da bist du eigentlich jetzt am Zug, weil
Martin Geißler: ich bin raus. Ja, also wann hört man Podcast? Also ich gehe jetzt mal von mir aus. Ich höre Podcasts mal beim Autofahren, bei längeren Fahrten oder abends, wenn ich mich tatsächlich ins Bett lege, nochmal einfach Leuten zuzuhören, mir irgendwelche Inputs zu holen, runterzukommen und da bin ich derjenige. Oder auch beim Kochen tatsächlich.
Claudia Dennstedt: Was?
Martin Geißler: Also überall da, wo die Hände, in der Zeit, wo ich mich frei bewegen kann, aber immer noch über das Medium hören. Ich sage immer, man kann immer wegschauen, aber nicht weghören, ja. Das ist ja immer da, das ist ja immer immer immer präsent. Da finde ich kann man Podcasts konsumieren auch beim Sport oder ja einfach beim Chillen oder wie auch immer, wo man will, wo man hören kann. Jetzt hast du auch schon die Frage gestellt, du kannst dir gar nicht so richtig vorstellen, wie man das auch im Marketing einsetzen kann. Da gibt es verschiedene Möglichkeiten. Also für mich ist immer ganz wichtig, also wir oder produzieren Podcasts in unserer Agentur bei Here We Go im Business Sector. Es gibt ja auch die, sag ich mal, die Laber-Podcasts von den Kaulitzbrüdern zum Beispiel.
Martin Geißler: Das ist einfach Entertainment und unterhalten. Ich glaube, das ist komplett einfach mal Kopf ausschalten, sich unterhalten lassen, lachen und vielleicht geht es auch mal in tiefgehende Themen. Ich habe den Podcast noch nicht gehört, ich kann es nicht sagen, aber so könnte ich es mir unter anderem vorstellen. Wir sind ja zu Hause im Podcast Bereich im Business Context, sprich die Firmen haben irgendwie ein Need und möchten mit dem Podcast noch irgendwas erreichen. Möglichkeiten hier wären ganz einfach das Image zu steigern, also oder die Sichtbarkeit überhaupt zu steigern, seiner Expertise breit zu treten, also überhaupt zu zeigen hier bin ich, das habe ich drauf, das kann ich, das kann ich euch anbieten, die Probleme kann ich euch lösen. Dann natürlich klassische Lead Generierung dadurch auch bewirken. Für einen großen Verlag in Deutschland sind wir tätig, die produzieren ihre Podcasts, an Stakeholder ranzukommen. Also da geht es gar nicht darum, klar haben die eine riesige Reichweite mittlerweile aufgebaut, Aber dadurch können die auch Personen auf Ebenen anfragen, für die das natürlich auch relevant ist und dann können die so die Connection herstellen.
Martin Geißler: Eine Unternehmensberatung aus München, Alex Partners, die positioniert sich mit ihrem Podcast dahingehend, dass Storys über ihre Fälle publiziert werden und dadurch Bewerber sich diese anhören können und sagen, ah ok, so sind die da rangegangen, so ticken die. Weil die Manager selber erzählen in den Podcasts, wie sie diese Dinge gelöst haben, wie die Problemfälle angegangen sind. Dann kamen neue Problemfälle hinzu und am Ende ist der Held der Kunde. Also man stellt den Kunden heraus und nicht sich selber. Gibt dann auch eine schöne Ausnahmewirkung dadurch natürlich. Und Leute haben immer wieder das Feedback bekommen, Leute, die sich bei diesem Unternehmen beworben haben und sich noch nicht ganz sicher waren, wären es die oder die, haben sich schlussendlich für die entschieden, weil die gesagt haben, So wie ihr tickt, so wie ihr sprecht, so wie ihr an die Sachen herangeht. So bin ich auch, da fühle ich mich zu Hause, darum entscheide ich mich für euch. Also auch im Recruiting ist ein Podcast ein sehr, sehr geiles Mittel.
Claudia Dennstedt: Mhm. Also das finde ich spannend, das hätte ich mir vorher gar nicht, wirklich nicht denken können. Gerade mit diesem Recruiting, auf die Idee wäre ich überhaupt nicht gekommen. Das ist ja die nächste Frage, wie viele Menschen hören denn heutzutage Podcasts? Was denkst du denn, wie viele das machen? Und was ist das für eine Altersgruppe, die sich mit
Martin Geißler: Podcasts befindet? Das ist natürlich komplett unterschiedlich. Das tolle an einem Podcast ist in erster Linie auch, schau mal du hast jetzt, nehmen wir mal das Medium Radio im Gegensatz. Das ist so, sagen wir mal eher das Gießkannenprinzip. Ich habe viele Hörer mit vielen verschiedenen Interessen. Und im Podcast Bereich habe ich, wenn da jetzt jemand einschaltet und sich auch wirklich die ganze Episode anhört, habe ich 100 Prozent Zielgruppe, weil sich das ja keiner freiwillig antut und also ich würde mir jetzt keinen Podcast über Stricken anhören, weil es mich einfach nicht interessiert. Aber da gibt es ganz andere, die da heiß drauf sind, sich da komplett zu Hause fühlen, da habe ich den Trick noch mitgenommen und jetzt kann ich das machen und die bringt das in dem Fall weiter. Und deshalb finde ich, ist die Hörerzahl gar nicht so groß entscheidend. Jetzt Im Business-Kontext, wenn man da in einem guten dreistelligen Bereich im Monat unterwegs ist, dann hat man schon ordentlich was getan.
Martin Geißler: Anders ist es natürlich bei so Entertainment-Formaten, die wir auch produziert haben und auch noch tun, dass immer im sechsstelligen Bereich. Da sprichst du auch eine breite Masse an und so geht es wirklich von bis.
Claudia Dennstedt: Okay und was hat so ein Unternehmen davon, wenn das jetzt, also außer dass es eben diesen Marketing Effekt hat, also weil es ist ja nicht kostenfrei, also man muss ja, man investiert ja auch. Jetzt muss man sich ja überlegen, es gibt heute so viele verschiedene Marketingmöglichkeiten, vom Druck über Dings, also auch die Altbackenen sterben ja nicht aus, sonst würde es ja keine Flyer mehr geben, sage ich immer. Und Man muss sich ja behaupten in diesem Business und da ist die Frage, was macht den Podcast anders gegenüber anderen Werbemaßnahmen?
Martin Geißler: Also ein Podcast, also wenn du jetzt Werbemaßnahmen oder Marketingmaßnahmen mal anschaust, dann haben wir, wenn du jetzt zum Beispiel in die Stadt gehst, dann gibt es irgendwelche Stände draußen, wo du dann angesprochen wirst, ob du nicht Lust hast, ein neues Zeitungs-Abo zu machen. Klassisches Unterbrecher-Marketing. Ja, also ich werde in meinem Touren unterbrochen, werde von jemandem angesprochen und der weiß noch gar nicht, ob ich überhaupt Interesse habe. Und mit einem Podcast ist das eine komplett andere Geschichte. Also es ist ja jetzt auch nichts Lineares wie im TV oder wie im Radio. Wir haben Sendung X zu Primetime 20.15, sondern ich als User entscheide ja, wann schalte ich ein, wie lange schalte ich ein. Und oder vielleicht interessiert mich das Grundthema im Podcast, aber vielleicht nicht das, was gerade in der Episode passiert und ich wische einfach mal weiter oder schaue, was ist denn davor auch in den Podcast Episoden passiert. Also wenn jetzt zum Beispiel ein Hörer hier im Podcast erst ab Episode 20 dazukommt, sagt hey Episode 20 ist echt cool, da bin ich reingeschlittert beim Martin in den Podcast.
Martin Geißler: Was hat er denn ja davor gemacht? Ja, dann hat das ja auch eine Hebelwirkung immer von den Dingen, die ich vorher getan habe, mit welchen Gästen ich da gesprochen habe. Schaue ich mir zum Beispiel bei anderen Podcasts, die mir gefallen, auch immer an. Ah, ja, da war der zu Gast, dann höre ich mir den auch noch an. Also es ist nicht nur immer neu, neu, neu, neu, neu, sondern ist das auch immer. Du wirst, wenn du einen Podcast selber veröffentlicht, sehen, auch wenn du eine Episode veröffentlicht, auch die danach werden immer weiter wachsen in der in der Hörerschaft, weil es natürlich die Leute auch interessiert. Also das ist vielleicht mal so der Unterschied. Es ist eine langfristige Geschichte also ein Podcast Projekt ist jetzt auch kein Sprint, sondern ein Podcast Projekt, wenn du ihn selber umsetzt, ist ein Marathon, weil Kontinuität wirklich zählt, auch Reichweite aufzubauen. Aber du hast eine sehr treue Hörergesellschaft und eine sehr, also 100% Zielgruppe würde ich immer behaupten.
Martin Geißler: Und eine sehr treue und auch sehr, ich sag mal, smarte, schlaue Zielgruppe, die auch kaufkräftig ist.
Claudia Dennstedt: Und im Podcast macht man das immer alleine oder sind da, weil wir sind ja jetzt Gäste, wir sind zu zweit. Wie viel sitzen da, wie viel macht man das alleine?
Martin Geißler: Das ist komplett unterschiedlich. Also es gibt im Coaching-Bereich gibt es ja auch so Short-Formate, sage ich mal, so 10 Minuten. Da hast du dann die Möglichkeit natürlich immer einen Monolog zu halten über wie rufe ich jemanden an, wenn ich weiß, der hat Bedarf an meiner Dienstleistung, an meinem Produkt. Wie komme ich da an den Entscheider ran? Dann hältst du halt einfach einen 10 Minuten Monolog, gibst da 3 Tipps, wie man da rangehen könnte. So that's it. Du kannst dich aber auch mit einem Vertriebsprofi in der Thematik unterhalten. Oder wir haben auch Formate zum Beispiel für Getix, für die bayerische Börse. Das sind zum Teil dann 3 Gäste zu Gast.
Martin Geißler: Der eine analysiert Charts, gerade wie sie sind. Der andere wird in der Personality ein bisschen vorgestellt und sein Werdegang wird aufgezeigt und der andere ist hinten raus dann da, irgendwelche Risk-Geschichten aufzudecken und ja einfach Tipps zu geben, was denn demnächst passieren könnte. So Und dann ist dieser Podcast eine Dreiviertelstunde lang und durch diese 3, 4 Leute, die da auftauchen, bekommt das Ganze auch eine Dynamik, die dann sehr kurzweilig natürlich ist und du bleibst dran. Wobei es auch Interview-Formate gibt, die auch über 4, 5 Stunden gehen und die auch hörbar sind. Also da gibt es verschiedenste Formate und man muss immer gucken, Jetzt bei so 4 Stunden Geschichten zum Beispiel bleibt auch meine Hörerschaft dann bis zum Ende dran. Interessiert die das wirklich und es ist erstaunlich, wie viele Leute auch in diesen langen Formaten dranbleiben. Jetzt nicht direkt am Stück, aber aufgeteilt in eine Stunde hatten zum Beispiel. Also man kann ja immer wieder an und aus machen.
Martin Geißler: Es gibt einen Pause Knopf beim Podcast. Man ist ja nicht live.
Claudia Dennstedt: Eben, das kommt ja auch dazu. Man kann ja selber entscheiden, was man will.
Martin Geißler: Ja, dass man gleichzeitig das auch noch live streamt, habe ich jetzt persönlich nicht vor. Aber kann ja jeder machen, wie er will.
Claudia Dennstedt: Und warum hast du dich jetzt entschieden, dein eigenes, weil das ist wirklich spannend, ich bin total neugierig, warum hast du dich jetzt entschieden, jetzt zu sagen, okay ich mach meinen eigenen Podcast, weil bis jetzt hast du es ja für viele andere schon gemacht
Martin Geißler: und
Claudia Dennstedt: jetzt hast du ja gesagt, ich mache meinen eigenen. Warum?
Martin Geißler: Dieses Podcast Baby schlummern natürlich schon ganz lange. So jetzt ist da einmal der Faktor Zeit, Weil bist du für deine Kunden die ganze Zeit da, hast du für so ein eigenes Produkt, musst du dir einfach Freiraum schaffen. Jetzt ist meine Firma auch im Aufbau die ganze Zeit und natürlich ist da Zeit eine Ressource, die immer mangelhaft ist. Nein. Und jetzt sind so über die Jahre Prozesse aufgebaut worden, Automatisierungen greifen und jetzt hat sich auf einmal Zeit ergeben. Und dann überlegt man natürlich, was macht man? So und Podcast war bei mir schon immer im Hinterkopf, weil es viel zu erzählen gibt und weil ich auch, bin ich ganz offen, ich bin käuflich. Nein, also ich möchte natürlich auch zeigen, was können wir, was ist möglich, was ist denn einfach auch interessant und zielführend für die Leute da draußen? Weil es gibt, glaube ich, ganz viele Leute wie dich da draußen, die schon so eine Thematik wissen, aber wissen gar nicht, was möglich ist.
Claudia Dennstedt: 0. Also ich habe 0 Plan. Und zu mir hat irgendjemand gesagt, Claudia, du musst unbedingt mal sichtbar werden. Da sage ich immer, ja schön, ich stehe immer noch hier. Also weil das ist ja heute so, dieses neue Marketingkonzept, das heißt ja immer, das ist dein Name, der vermarktet wird, nicht mehr deine Firma. Und du musst sichtbar sein und man muss dich hören, man muss dich sehen, du musst dich überzeigen. Und für einen selber, ich meine ich bin keine 20 mehr, ja, das ist mhm. Und dann denkt man immer so, ja Leute, ich habe mein Leben lang gearbeitet, ich habe meine Expertise.
Claudia Dennstedt: Warum soll ich denn jetzt losziehen, bitteschön, und nochmal wie Podcasts oder sowas machen oder jetzt hier so Instagram-Stories oder so gedönst. Und deswegen fand ich, hab ich aber gesagt, okay, anscheinend scheint die Reise an mir nicht vorbeizugehen irgendwie. Deswegen habe ich die Chance jetzt genutzt. Aber so richtig dieses warm werden mit diesen Medien. Ich liebe die Digitalisierung über alles. Ich schule das. Ich bin begeistert von dem, was da alles geht. Und ich sage, wir sind da wirklich noch im Mittelalter, das ist meine feste Überzeugung, da in 10 Jahren werden die Leute sich kaputt lachen, wie wir mit Digitalisierung umgegangen sind.
Claudia Dennstedt: Das siehst du jetzt schon seitdem diese KI Geschichte da losgeht. Die Arbeitstechniken werden sich verändern, die Aufgaben werden sich verändern. Wir sind im Mittelalter, Punkt. Aber für mich selber habe ich eben nie das so gesehen, habe gesagt, okay, du nutzt das jetzt mal für dich selber.
Martin Geißler: Warum?
Claudia Dennstedt: Irgendeiner hat zu mir mal gesagt, klar, du stellst dein Licht manchmal ganz schön unter den Chef. Wenn die Leute wüssten, was du alles kannst, wenn sie da mal nachfragen könnten und mal schauen könnten, was du alles hast, würde es bei dir schon ganz anders wieder aussehen. Und das hat mich so nochmal wachgerüttelt und hat gesagt, okay, trau dich, spring. Deswegen habe ich gestern Abend gesagt, okay, dann lass es uns mal machen. Für mich ist das wie ein Feuerlauf heute hier. Also ist nicht so ohne.
Martin Geißler: Na schau, ich würde ja nie behaupten, dass ein Podcast das Marketingmittel schlechthin ist, sondern es gehört zu einem Marketingmix einfach dazu, das Thema Audio. Was viele Unternehmen oder welches Problem viele Unternehmer draußen haben, ist ja auch das Thema Social Media. Da tun sich viele so schwer, weil sie nicht wissen, wer soll vor die Kamera, wer soll die Marke repräsentieren und so weiter. Und jetzt nimmst du mal hier das Podcast Format. Jetzt ist hier die Video Ebene auch noch aufgemacht, auch aus gutem Grund, weil, schau mal, jetzt decken wir einmal die Audioebene ab und holen alle ab, die nur hören wollen. Ja, jetzt auch im Long Format über YouTube kann man sich das Ganze auch noch anschauen. Und jetzt und jetzt habe ich gleichzeitig aber auch noch die Möglichkeit, aus diesem Podcast, ich schätze mal jetzt schon 5 bis 6 Short Videos mir raus zu produzieren, diese dann wieder auf Social Media auch als Content zu benutzen. Und hier ist ja das Geile dran, damit positionierst du wieder deine Expertise und bewirbst gleichzeitig das Podcast-Format.
Martin Geißler: Also das ist ja ein, ich nenne es immer so ein eigenes Ökosystem, was sich da selber aufbaut.
Claudia Dennstedt: Also
Martin Geißler: Social Media wird zum Podcast, Podcast führt zu Social Media, das wieder zu mehr Bekanntheit, Sichtbarkeit, Trust und das tolle ist, also bei mir ist es so, so viel Engagement ist gar nicht auf den Social Media Kanälen, in den Kommentaren und so weiter. Aber wenn ich irgendwo hinkomme, auf irgendeine Messe, auf irgendeine Veranstaltung zu Kunden, dann sagen die immer, hey Martin, ich sehe dich jeden Tag und ich habe dich immer auf dem Schirm. Und das ist ja das, was man am Ende des Tages will, in die Sichtbarkeit kommen, dann, wenn der Need da ist, der Gebrauch an der Dienstleistung, Martin, dich kontaktiere ich, dich rufe ich an. Oder auch ganz viele sagen, du ich habe das bei dir gesehen, ich will das genauso. Ist das für unser Unternehmen auch so umsetzbar, darstellbar? Mit anderem Inhalt, klar, vielleicht auch mit anderer Herangehensweise, aber die sehen auch schon mal, du tust was in der Richtung, Du setzt du ballerst, du haust raus, du gibst Gas, du hast Bock und sie lernen mich als Menschen kennen und da entwickelt sich dahingehend natürlich auch was. Es wird ja niemand bei mir anfragen, der kein Bock auf mich hat. Ja, also ich denke Von den ganzen Leuten, die das sehen, 90 Prozent werden sagen, was ist das für ein Vogel? Aber die 10 Prozent haben die sagen, ey cool, bei dem fühle ich mich gut aufgehoben, der ist mir sympathisch. Lass mal quatschen, vielleicht geht sich ja was zusammen aus.
Martin Geißler: Ist eine ganz andere Ebene als wie, ach ja, schauen wir mal, ich weiß ja nicht. Also
Claudia Dennstedt: was ich gestern auch ganz spannend fand, wo du mir das gezeigt hast, dass das ja mittlerweile auch YouTube oder Spotify etc. Youtube oder Spotify und etc. Die analysieren ja die Podcasts und suchen für dich eigentlich deine Zielgruppe mit raus und schauen, wem kann ich das vorspielen oder so ähnlich habe ich das verstanden. Erklärst du das nochmal?
Martin Geißler: Ja gerne, Gerne, also nicht ganz. Also ich hab dir die Hosting Plattform gezeigt, wir arbeiten da mit Podici zusammen. Und das ist eine Plattform, auf der kann ich das Audio Material hochladen von dem Podcast, kann den Titel einpflegen, Untertitel, die Beschreibung, auch Show Notes. Show Notes sind übrigens dann so Links zu dir, vielleicht zu einem Buch, was du hast oder irgendwie ein Freebie, sodass die Leute dann im Podcast schauen können und draufklicken können und finden dich dann gleich. Also dass da auch Textinformationen hinterlegt ist, dass auch Suchmaschinen den Podcast dann finden. Also was wir auch machen werden jetzt im Nachgang ist, dass wir dieses komplette Gespräch transkripieren lassen, sprich das ganze in Schriftform hinterlegen, so dass auch die Podcast Episode dann von Suchmaschinen dann aufgenommen werden kann und gesagt wird, ah wenn du was googlest oder bei Chatshape.it eingibst oder whatever, dass auch die Podcast Episode vorgeschlagen wird zu dem Thema oder das Video dann. Also YouTube ist ja auch die zweitgrößte Suchmaschine der Welt. Darf man nicht unterschätzen.
Martin Geißler: Drum nehme ich es auch mit. Google, YouTube. Drum da auch da immer den Podcast platzieren. Auch wenn er keine Videoebene hat, dann einfach hochladen und vielleicht eine animierte Wellenform noch hinterlegen. So und jetzt ist das Spannende, was ich vorhin gesagt habe, dass du Social Media Content aus dem Podcast herausziehen kannst. Und da ist TikTok und Instagram, also ich finde jetzt TikTok ganz stark drin, deine Zielgruppe zu finden, wenn du da kontinuierlich Content lieferst, also sag ich mal täglich ein Video raushaust, wird deine Zielgruppe immer besser gefunden werden und aufgebaut werden. Und dann, also ich habe lieber 10.000 Follower statt 100.000, weil die 10.000, wenn die mir organisch dann folgen, dann Interessieren sie sich wirklich auch für das Thema, für was ich stehe, was ich repräsentiere oder welche Expertise ich habe. Statt irgendwie wieder auf Masse zu gehen und dann aber 90 Prozent davon ist absolute Bullshit und User 3, 4, 6, 9, 8.
Martin Geißler: Und was ich auch sagen muss, ich habe das komplett unterschätzt, auf TikTok sind alle großen Entscheider auch privat unterwegs.
Claudia Dennstedt: Nein, ich habe gar keinen TikTok.
Martin Geißler: Das ist nicht nur eine Tanzplattform, so wie es noch viele sehen, sondern man kann es sehr, sehr gut im Business-Kontext nutzen.
Claudia Dennstedt: Okay, das habe ich überhaupt noch nicht auf dem Schirm gehabt. Gar nicht. Achso, also Für mich ist das ja immer noch ganz crazy. Erzähl mal wie du das machst. Also du musst dir vorstellen, so ein kleiner, also klar große Unternehmen, die haben wahrscheinlich selber eine Marketingabteilung, geben dir vieles vor, denke ich. Die sagen okay das und das möchte ich als Thema haben, Vielleicht den und den, so und so oft, so und so viel und so weiter. Aber es gibt ja viele kleine mittelständische Unternehmer oder so Einzelunternehmer wie ich. Wie würdest du da...
Claudia Dennstedt: Also, was bietest du da an? Oder wie kann man sich das überhaupt vorstellen? Weil das ist für mich wirklich ein blindes... Ein blinder Fleck. Was würdest du machen, damit ich... Also, dass wir jetzt hier reingesprungen sind, aber im Normalfall läuft es ja so nicht ab. Was machst du? Oder wie ist
Martin Geißler: das? Gehen wir mal vom klassischen Fall aus. Wir bekommen eine Anfrage von dem Mittelständischen Unternehmen. Wir haben Bock einen Podcast zu machen. Dann ist meistens die Frage, meistens gibt es so ganz wenige Informationen, wir wollen einmal im Monat veröffentlichen, soll die 20 Minuten gehen zum Thema XYZ, soll überall da erscheinen, wo es Podcasts gibt und so weiter. Das schauen wir uns natürlich an und was wir anbieten ist grundsätzlich das ganze Paket von der Strategie und Konzeption. Also wenn du allein nur die Idee hast, wir wollen einen Podcast machen, haben aber gar keine Ahnung, wie sollen wir da rangehen? Wir brauchen da erstmal eine Beratung. Wir wissen auch noch gar nicht, welche Unterstützung wir brauchen. Wir wissen noch gar nicht, was wir selber leisten können.
Martin Geißler: Da bieten wir einen Workshop am Anfang an und schauen uns das Unternehmen vorher an, nehmen die Informationen auf, die uns gegeben werden und zeigen einfach Cases auf, was gut für dieses Unternehmen, für die Marke wäre, wie man die positionieren könnte. Und daraus ergibt sich dann, was auch dann vom Unternehmen von unserer Seite gebraucht wird oder was sie selber zur Verfügung stellen. So, also wir fangen an bei der Strategie und Konzeption. Wenn das steht, dann gibt es das Thema Sound Design. Also sprich gibt es zum Beispiel ein Sound Logo, gibt es eine Unternehmensmusik oder muss dann noch was selber entworfen werden für ein Intro, weil die wollen, also große Marken wollen sich immer Branding mäßig aufstellen. Also hier im Podcast ist es ja relativ kurz gehalten, weil ich einfach einen flotten Einstieg haben möchte. Aber bei Firmen ist das meistens ein anderer Fall. Sie wollen einen Jingle irgendwie erkennungsmäßig da haben, damit sie sich auch auditiv positionieren können.
Martin Geißler: Wenn das steht, ist die Frage, Moderiert der Podcast jetzt jemand, der aus dem Unternehmen selber kommt? Gibt es da jemanden, der Bock hat, sich vor ein Mikro zu setzen? Gibt es da jemanden, der Bock hat, sich vor eine Kamera zu stellen? Muss es ja auch, ich sage mal, so eine kleine Rampensau geben, die sich das auch zutraut und dann auch sagt ich bin die Firma XY, ich stehe dafür und ich unterhalte mich jetzt mit Leuten, Kunden, Lieferanten oder wie auch immer, einfach mal ein bisschen Gas zu geben. Oder da kommen wir wieder ins Spiel, stellen wir einen Moderator oder eine Moderatorin, dann muss die natürlich gecastet werden oder derjenige und dann auch bereitgestellt werden und auch für die jeweiligen Themen natürlich gebrieft werden. Jetzt kommen wir zum redaktionellen Teil. Da ist es so, dass wir entweder eine Themenüberschrift bekommen und wir bauen diese Podcast Episode auf. Komplett geskriptet. Okay. Wie ein Bühnenstück. Wie ein Bühnenstück.
Martin Geißler: Oder gibt man den Leuten einfach freien Lauf. Oder sie machen es intern selber. Wir geben denen ein Template an die Hand, wie so ein roter Faden, wie die Podcast Episode auch bis zum Ende angehört wird, damit es spannend ist.
Claudia Dennstedt: Gibt es da Unterschiede dann? Also habt ihr da Erfahrung, dass man sagt, okay, die Leute, die freisprechen, so wie wir jetzt hier, das kommt besser an oder mit dem Template, da habe ich mehr Zuhörer oder gibt es da Unterschiede?
Martin Geißler: Da würde ich gar nicht den Unterschied aufmachen. Wir haben viel mehr damit zu tun, dass das Ganze noch durch das rechtliche Clearing dann gehen muss bei den Unternehmen. Und was da gesagt wird, passt das denen auch alles. Also nach so 1 Aufnahme, wenn das produziert ist, dann geht es dann immer noch in die Rechtsabteilung, dann wird dann drüber gehört und dann wird dann entweder ein Go gegeben oder so, nee, das muss man noch rausnehmen oder das wollen wir noch optimiert haben. Da im Vorfeld schon dem entgegenzuwirken, dass da noch viele Nachbesserungen sind, wird dann schon explizit ganz oft drauf geachtet, was wird da gesagt oder was nicht. Engt den Rahmen natürlich super ein, also drum, weil du auch vorhin gefragt hast, warum ich einen eigenen Podcast starte, ich hab immer gesagt, wenn ich einen eigenen Podcast starte, ich will einfach was machen, worauf ich Bock hab. Also gar nicht irgendwie so schranken, ich will nur das und das und das machen, sondern lass mir bitte einfach freien Lauf und let's go. Auch in der Podcast Beschreibung habe ich mir das zum Beispiel super schwer getan, weil ich ja gar nicht wusste, wo die Reise hingeht.
Martin Geißler: Ja, aber Und das ist der Unterschied. Ja, ich bin in den Produktionen von unseren Kunden relativ, ich will nicht sagen gefangen, klingt so negativ, aber wir haben Leitplanken, die wir einhalten müssen und ich denke mir ganz oft, boah, wenn wir das jetzt so machen würden, das wäre so viel besser. Wir können es aber nicht tun, weil irgendwo links hinten 1 sitzt.
Claudia Dennstedt: Das will ich nicht.
Martin Geißler: Don't do it. Ja, genau. Ja, und dann viel unterlässt statt unternimmt. Leider.
Claudia Dennstedt: Das kenne ich auch.
Martin Geißler: So, das ist die Redaktion. So, dann kümmern wir uns natürlich die Aufnahme. Das machen wir entweder hier im Studio bei den Unternehmen in-house oder auch remote, was in den meisten Fällen das ist und da tatsächlich weltweit in Studioqualität. Also das abgefahrenste, was wir jetzt hatten, war für Barrels. Die hatten eine große Messe in Shanghai. Da ist 1 in München gesessen, oder auch in den USA, hatten wir auch schon. Und wir machen das auch in Mehrsprache. Wir haben jetzt ein Podcast-Projekt, da wird jede Episode einmal aufgenommen in Deutsch, einmal in Englisch und einmal in Französisch.
Martin Geißler: Also das wird auch ganz spannend, da die komplette Zielgruppe an den ganzen Ländern abzudecken. Dann geht das Ganze in die Postproduktion, sprich dann wird das Ganze nachbearbeitet, damit das alles aus einem Guss kommt, weil viele Mitarbeiter in den Unternehmens sind keine professionellen Sprecher und dann hört sich das dann so an, so wie ich jetzt, also es sind sehr viel Füllwörter drin, Unsicherheiten sind da und wir sagen mal, wir werden am Ende des Tages einen Podcast bereitstellen, der alle auf der Bühne glänzen lässt, so gut wie möglich. Also da gibt es natürlich auch Einschränkungen, aber jeden Verhasbler, jede Unsicherheit nehmen wir raus, sodass sich das wirklich gut anhört und am Ende natürlich auch auf die Marke einzahlen. So und dann geht es darum, den Podcast auf die verschiedenen Plattformen gleichzeitig zu veröffentlichen. Das haben wir uns gestern angeschaut. Das war das Hosting-Thema. Da auch nochmal eine kurze Titelbeschreibung einzufügen, Kapitelmarken, damit man da auch schnell was wiederfinden kann, wenn man was sucht. Das gibt dann auch die Analytics her, wie viele Leute haben die Episode angehört, von welcher Plattform aus wird zugegriffen, wie ist die Verhörwahldauer und und und.
Martin Geißler: Also da gibt es zig Parameter, die man dann abrufen kann, auch zu entscheiden am Ende des Tages, lohnt sich dieses Format für uns oder müssen wir irgendwie was umstellen. Und dann geht es natürlich darum, also du wirst keine Zielgruppe aufbauen, nur weil du einen Podcast machst. Diese Anfragen gibt es zum Glück nicht mehr, die hatten wir früher ganz oft, ja ich will einen Podcast machen, weil ich will meine Zielgruppe erweitern. Nein, du musst deine vorhandene Zielgruppe auf den Podcast aufmerksam machen. Und dann wächst das. Also es ist kein Mittel, jetzt groß Reichweite zu generieren, außer Du packst dann einige Marketingmetriken rein, die dann diese Hebelwirkung haben.
Claudia Dennstedt: Also würdest du dann empfehlen, dass man sagt, wie weit geht dann dein Part und wo sagst du, okay, da empfehle ich dann, wenn du es nicht selber kannst, dir einen Profi im Instagram, also im Social Marketing zu suchen, der dir da und da hilft. Wo ist deine Grenze da?
Martin Geißler: Dazu komme ich gleich, weil es gibt noch ein Part nach der Postproduktion, nach der Veröffentlichung, das ist die Vermarktung. Und da bieten wir auch verschiedene Marketing Tools an, also zum Beispiel die Real-Produktion, also dass wir Content bereitstellen für die einzelnen Kanäle, die wir dann auch bespielen können, wenn es gewünscht ist. In den meisten Fällen übergeben wir das dann an die Marketingabteilung in den Unternehmen, weil die meistens eine eigene Marketingabteilung haben und die veröffentlichen dann das Ganze. Also die Caption, also die ganzen Texte dazu, die Produktion mit animierten, man nennt es B-Stock-Material, wenn wir jetzt zum Beispiel über Versicherung sprechen, dann wird ein Blatt Papier eingebaut, wo Unfallversicherung zum Beispiel draufsteht. Einfach das Ganze auch noch ein bisschen lebhafter zu machen und Bilder im Kopf entstehen zu lassen. Animierte Texte unten drunter, so dass ein bisschen was passiert in dem Video und die veröffentlichen das dann. So und hier ist da eigentlich so die Grenze von Strategiekonzeption bis hin zur Vermarktung. Das bieten wir an und das können wir auch ganz modular für jeden Kunden an und aus machen.
Martin Geißler: Also was, wo kann er intern Dinge lösen, wo braucht er unsere Unterstützung und so ergeben sich dann halt auch Podcast Projekte im Rahmen, ich sag mal im Jahr von 30.000 Euro bis 60.000 Euro ist da alles dabei.
Claudia Dennstedt: Okay, krass, krass, wirklich krass. Und dann aber jetzt mal so auf meine Ebene runtergebrochen, es macht dann auf alle Fälle Sinn, sich noch einen Partner zu suchen, der sich dann, wenn du jetzt da neu einsteigst, im Social Media auskennt und sagt, okay, ich arbeite mit dem zusammen und wir gucken dann, wie wir das dann auch nach außen bringen. Weil wenn so wie ich, keine Ahnung, dann ist das natürlich toll, dass du das alles machst, aber ich wüsste ja gar nicht, wann muss ich welche Karte ziehen. Ich habe dann einen Koffer voll Karten, ich hätte jetzt 12 Podcasts, weißt du, und dann sagst du, ja wir brechen das dann runter und bringen das dann auf Instagram raus oder so. Also da macht es auf alle Fälle Sinn noch zu sagen, okay, such dir noch jemanden oder lerne es, das dann auch zu verwenden, dass es sich eben dann nochmal rechnet, dass man sagt, okay, man kann da draußen noch richtig viel mehr machen wie das. Das ist jetzt der Ursprung und man kann das aber ausbauen noch.
Martin Geißler: Ja, also ich würde immer dazu raten, wenn man das jetzt so, ich sag jetzt mal in einem kleineren Rahmen so wie du, One Man Show, kauf dir ein Mikrofon und ein Aufnahmeding und leg einfach mal los und du wirst sehen, da kommt dann schon Feedback auch her. Aber Promoter ist natürlich auch nach außen. Mach Leute darauf aufmerksam. Ich weiß nicht, ob du einen Newsletter hast zum Beispiel oder packst unten in deine E-Mail Signatur, dass du einen Podcast hast. Oder wenn Fragen gestellt werden, die immer wieder auftauchen, nimm mal eine Podcast Episode auf und beantworte sie gar nicht, sondern sagt demjenigen, du hör hier rein, hier wird es in aller tiefe Breite erklärt. Und dann sagt er, ah ja, cool. Das ist ja noch das andere Thema, das höre ich mir auch gleich mal an. So entsteht wieder.
Claudia Dennstedt: So entsteht Content,
Martin Geißler: wie man heute
Claudia Dennstedt: so schön sagt. Ja, das sind so Wörter, wo ich sage. Ja, ich komme noch aus der alten Riege. Ich kenne Vertrieb noch wirklich so im Ursprung. Ja, also wo ich angefangen habe vor vielen Jahren, da war es wirklich noch so Telefonhörer in die Hand anrufen, sagen du das und das haben wir, willst du das haben? Ja, nein, vielleicht, weil vielleicht machen wir ein Ja draus. Und dann ging das los und so war für mich Vertrieb.
Martin Geißler: So eine Zwischenfrage, ist das heute auch immer noch so?
Claudia Dennstedt: Ich glaube heute lebe ich sehr gut von Empfehlungen. Also ich werde weiter empfohlen, ich mache keinen aktiven Vertrieb im Moment.
Martin Geißler: Aber es gibt ja immer noch die, sag ich mal jetzt, Was mir total auf den Sack geht, das sind diese wirkliche Calls, die wir auch bekommen. Oder E-Mails. Das gibt es auch, ja. Finde ich nicht zielführend heutzutage mehr. Also überhaupt nicht, weil da gibt es viele andere Mittel.
Claudia Dennstedt: Also ich kann es dir aus meinem Business sagen, also ich arbeite ja mit Firmen zusammen und ich kenne eine Firma, die baut so wirklich einen Kundenstamm auf, immer wieder. Da gibt es Außendienstmitarbeiter, die fahren wirklich regelmäßig Kaltakquise zu ihren Zielkunden, gehen dahin, sagen hier, sie haben den und den Bedarf, wir sind eine Firma, haben noch eine Tüte, da ist noch was drin. Und machen dann wirklich routiniert, also 4, 5 mal im Jahr den Besuch und kriegen dann irgendwann ihren ersten Auftrag. Das funktioniert. Weil das immer noch so ist und ich bin auch Gott sei Dank, ich bin aus der Generation, wo ich sage, Gott sei Dank ist das so, dass am Ende der Mensch entscheidet. Ja KI, ja Podcast, ja Social Media bringt unheimlich viel Kunden und ich weiß, dass da auch ein riesen Wachstumsmarkt dahinter ist. Aber am Ende ist es wirklich immer noch der Mensch. Es ist immer noch der Mensch, der sagt, okay, möchte ich haben oder nicht? Kaufe ich oder kaufe ich nicht? Und auch für bestimmte Produkte ist es so, da braucht es den Menschen.
Claudia Dennstedt: Den Mensch zu Mensch. Da braucht es wirklich diesen Kontakt, zu sagen, will ich haben.
Martin Geißler: Aber jetzt hast du gerade was ganz Entscheidendes, glaube ich, gesagt. Und das war, wir fahren dahin, weil wir wissen, da ist Bedarf da. Ja, genau. Aber es rufen ganz viele Leute an oder man bekommt Mails von Themen, die absolut keinen Sinn machen. Und das ist wieder dieses Gießkannen-Wahnsinns-Prinzip, so Ich schicke jetzt mal 1000 Mails raus und vielleicht bleiben dann...
Claudia Dennstedt: Finde ich krass.
Martin Geißler: Und das finde ich abartig.
Claudia Dennstedt: Brauche ich auch nicht. Also wirklich. Und mich nervt das auch. Mich nervt auch dieses, dass man sagt, okay, mich interessiert... Das ist etwas, das ist auch persönlich jetzt wirklich meine Herausforderung. Ich werde sagen, okay, weil ich bin wie gesagt von Natur aus neugierig. Dann gucke ich mir das an, sage, boah geil, lasse ich mich drauf ein, gebe vielleicht noch meine Telefonnummer her oder meine E-Mail Adresse Und dann wirst du da zugeschossen. Und kein Mensch hat doch diese Zeit, diese ganzen Newsletter zu lesen.
Claudia Dennstedt: Also wer als Unternehmer die Zeit hat, die ganzen Newsletter zu lesen, der könnte in der Zeit bitte schön auch sagen, okay, ich bringe mein Business nach vorne. Also ich habe ja nur ein bestimmtes Maß an Zeit jeden Tag und ich entscheide mich nicht dafür, die Newsletter von solchen Unternehmen zu lesen. Ich habe 2 E-Mail-Adressen. Eine für diese ganzen Anmeldungen, für diese ganzen Geschichten, wo ich sage, okay, Da geht das hin und wenn ich mal Bock habe, gehe ich da ein bisschen blättern. Sehr selten. Und eine, wo ich mein Business habe, weil ich würde ja irre werden. Mich würde das ja totschießen mit Newslettern. Brauche ich nicht.
Claudia Dennstedt: Will ich nicht. Und deswegen, nein, ich habe das von vornherein gleich kategorisch getrennt. Und deswegen sage ich, ich ist auch nicht der Vertriebsfreak. Aber es gibt Tausende, die mir beweisen, dass es geht. Es gibt viele Unternehmen, die leben davon. Die machen Newsletter ohne Ende und sagen, okay, ich muss meinen Firmen den Content bieten, ich muss denen das Wissen bieten, bla bla bla. Nee, Nicht meins. Bin ich ganz ehrlich.
Martin Geißler: Bla bla bla, nee.
Claudia Dennstedt: Also jetzt haben wir uns ja über Podcasts unterhalten. Jetzt ist aber für mich natürlich spannend, wie bist du eigentlich dazu gekommen? Wie bist du zu dieser Firma gekommen? Und wie bist du dazu gekommen, das zu sagen, das ist dein Ding, das macht mir Spaß, hier Vigo ist meine Welt. Wie hat sich das entwickelt?
Martin Geißler: Ich glaube jetzt wird der Podcast 3 Stunden lang. Ich versuch's mal runterzubrechen. Ich versuch's mal runterzubrechen. Also ich bin mit 6 Jahren in ein Tonstudio beim Nachbarn gelandet. Der Dennis, viele Grüße gehen raus an dich, war damals glaube ich 3 Jahre alt, ich war 6 Jahre alt und dem sein Dad hatte ein Tonstudio und auf einmal war ich mittendrin, stand nur mit dabei. Und das war natürlich faszinierend, die vielen Knöpfe. Damals war natürlich die Technik, da war ein riesen Mischpult da am Start und so weiter. Das war alles, alles anders wie heute.
Martin Geißler: Und so war da so der erste Kontakt da, aber es hat sofort zack gemacht und es war mich geschehen. Ich wusste, Audio irgendwie ist immer ein Thema. Und als wir dann 12 waren, hat es so angefangen auf den ersten Windows-Rechnern, dass man Musik hat selber machen können. Und da haben wir uns brutal reingefuchst, nächtelang und uns ausprobiert und gemacht und getan. Und ja, wir hatten, genau, Und den sein Dad hatte dann, der Erik, der hatte dann in München die Weltraumstudios, das ist ein Studiokonglomerat von, boah ich glaub das waren damals über 17 Tonstudios. Und wir hatten dann da die Möglichkeit in einem kleinen Projektstudio Musik auch dort zu produzieren. Der Eric und der Joachim, die waren auch unter anderem zuständig dafür. Neuen Life, kennst du vielleicht diese Verkaufsshows so? Ein Tier mit 4 Namen, das zweite ist nie, ruf an! Und da ist ja auch Musik im Hintergrund gelauscht und dafür waren die auch verantwortlich in dem Sender.
Martin Geißler: Und so haben wir die Musik dafür produziert. Die haben sie eingesetzt und wir haben über die GEMA Musik eingenommen. Und dann war das natürlich geil, weil ich diese ganzen Sendungen sind dann auch auf ProSieben, Sat.1 und so weiter nachts gelaufen. Für die Sender war es natürlich cool. Die Sendeplätze waren belegt und es wurde Umsatz gemacht über diese ganze Telefonie-Geschichte. So konnten wir halt auch Musik in verschiedenen Richtungen produzieren. Also haben dann auch gezielt Library-Musik produziert. Es gibt ja heute zig Libraries auch im Netz, wo man sich Musik zu verschiedenen Themen runterladen kann, dafür haben wir Musik produziert und haben so, ich habe dann nebenbei auch noch mein Studium gemacht in der deutschen Pop zum Audio Engineer.
Martin Geißler: Also habe das auch wirklich gelernt. Ich bin technischer Tonmeister. Und dann war es so, das Thema, erste Freundin damals und die hat gesagt, ich habe gleichzeitig auch noch eine DJ Karriere gestartet, war 12 Jahre Nachtleben unterwegs und die haben gesagt, ja so, du nur dieses Tonstudio und dieses Auflegen zusammenziehen, ich weiß schon wie. Dann hab ich überlegt, okay, was könnte man denn noch machen? Und dann bin ich auf das Thema Radio aufmerksam geworden und hab ein Praktikum gemacht bei Radio EGO FM in München. Denen geht es gerade leider nicht so gut, aber haben sich glaube ich jetzt durch ein Investor wieder erholt und alles wird gut. War da 4 Jahre lang und bin dann, war da als freier Produzent und bin dann abgeworben worden von Antenne Bayern und war 8 Jahre auch als freier Produzent bei Antenne Bayern. Hab da auch alles mitbekommen, was man so im Radiosendebetrieb auf, wie es so schön gesagt worden ist, dort auf Champions League Niveau machen kann. Also vom Sounddesign über Live-Sendung, Begleitung bis hin zur Comedy-Produktion und und und.
Martin Geißler: Hab da also das volle Audiospektrum mitbekommen. Sehr
Claudia Dennstedt: spannend, ja.
Martin Geißler: Hab nebenbei meine eigene Firma aufgebaut, hatte dann ein Tonstudio schon daheim in einem extra Raum und so weiter und die Kunden wurden immer größer und ich dachte, wir würden gerne mal bei Ihnen vorbeikommen. Und da dachte ich mir so, übers Wohnzimmer, neben dem Schlafzimmer, das können wir nicht machen. Und dann war halt die Überlegung, lassen wir es jetzt auf dem Level oder versuche ich es jetzt richtig groß zu machen und dann habe ich gesagt, komm, once in a lifetime, go for it. Dann waren wir hier in den Räumlichkeiten. Also wir sind hier auf 150 Quadratmeter Studio, oben Büroräume, hier der Raum. Und es hat sich dann zu Here We Go, du hast auch gefragt, wie wir auf den Namen gekommen sind und ich bin da ganz ehrlich, wir sind nicht auf den Namen gekommen, sondern Shoutouts gehen da ganz groß raus an die Agentur Zwetschge, an den Rafael, der da Namen vorgeschlagen hat, die waren alle so geil und wir haben uns dann für Here We Go entschieden, weil ich vor, ich glaube es ist 2 Jahre her, mich dafür entschieden habe, das Ganze in eine GmbH und KUKA.G umzuwandeln vom Einzelunternehmer, weil es da diverse Geschichten mit Künstlersozialkassen, Thematiken und ja die klassischen Dinge, warum macht man eine GmbH draus. Dann war aber das Thema da, der Notar hat gefragt, ja, aber der Name damals war es MGP Studios, ist schon alles rechtlich geklärt, im Markenrecht und dann haben wir, ja alles gar kein Thema und dann haben wir festgestellt, ne doch, doch, doch, eher kompliziert. Okay.
Martin Geißler: Und dann hieß es halt für uns, okay wir müssen uns umbenennen, Da muss ein anderer Name her. Ja und dann war es halt ein Prozess über anderthalb Jahre, bis wir zu den Namen gekommen sind. Und schlussendlich hat uns dann die Agentur geholfen. Ja und darum heißen wir heute Here We Go. Und ich finde den Namen so abgefahren
Claudia Dennstedt: und geil. Passt auch.
Martin Geißler: Geht ins Ohr. Ja genau. Ja und so, jetzt vielleicht noch auf das Thema Podcast dann schlussendlich zu kommen. Wir sind in 2, sag ich mal auf 2 Ebenen ganz groß unterwegs. Das eine Soundbranding, also wirklich Markenklangentwicklung für Unternehmen, wie man es von der Deutschen Telekom kennt, diesen kurzen Jingle, du hörst ihn und verknüpft ihn sofort für die Marke. Das haben wir gemacht für Ab in den Urlaub, für Myra, für, es sind da gerade drin einen großen Lebensmittelhersteller mit 4 Buchstaben, den jeder in Deutschland kennt. Ich darf noch nichts verraten, aber es wird ganz groß. Ja, das sind die Projekte, die wir im Soundtraining Projekt machen.
Martin Geißler: Und Podcast ist halt da entstanden, A durch die Corona Thematik. Ja, also es hat die Nachfrage wurde immer verstärkt. Wir waren erst nur im Marken Sound Segment unterwegs und dann wurde angefragt Ja, könnt ihr das auch für unseren Podcast bereitstellen in Sachen von Jingle, Soundlogo und so weiter. Okay, ja habt ihr da nicht auch Sprecher, die das eventuell für uns machen könnten? Okay, dann ging es weiter, ja könnt ihr uns nicht auch da redaktionell unterstützen? Da habe ich das Netzwerk natürlich über Antenne Bayern und EGO FM, ein riesen redaktionelles Netzwerk über die Jahre aufgebaut. Und dann habe ich mir gedacht, Moment mal, ja, also im Prinzip können wir im Podcast Bereich alles von A bis Z komplett anbieten und auf einem High-Level-Niveau für Business-Kunden anbieten. Geiler Business-Case. Lass es uns machen.
Claudia Dennstedt: Ja, natürlich.
Martin Geißler: Und darum sind wir da voll eingestiegen in der ganzen Thematik. So kam der Weg zum Podcast. Aber ich habe auch viel produziert vorher für andere Künstler, Bands, werde ich nie wieder machen, das ist überhaupt nicht mein Ding. Habe Hörbücher produziert und ich habe mich im Audio Bereich wirklich ausgetobt und ausprobiert und das sind so die Sachen, da fühle ich mich zu 100% zu Hause, das ist mein Ding, das kann ich Und das kann ich auch weitergeben an andere. Und so haben wir ja auch das Team aufgebaut und so heißt es jeden Tag bei uns in dem Sachen Rock'n'Roll.
Claudia Dennstedt: Sehr, sehr spannend. Also wirklich toll. Und ich
Martin Geißler: glaube… Das jetzt mal kurz runtergebrochen.
Claudia Dennstedt: Ja und ich glaube der Markt, der wächst, oder? Der wird immer größer.
Martin Geißler: Ja, das ist total interessant, weil der Podcast-Markt ist ja eigentlich schon relativ alt. Der hat zu Corona stark zugenommen. Dann gab es gefühlt so einen kleinen Gap, wo dann mal gefragt wurde, wann braucht man es? Wirklich noch? Jetzt kommt diese Video-Ebene und Social-Media-Ebene hinzu und jetzt nimmt das Ganze richtig Fahrt auf nochmal. Und ich glaube nicht, ich weiß, dass jedes größere Unternehmen an diesem Thema nicht vorbeikommt. Alleine auch aus der Social Media Thematik.
Claudia Dennstedt: Ja und was ja auch noch dazu kommt und das sehe ich halt, die Leute haben keinen Bock mehr alles zu lesen. Weißt du, so stundenlang sich irgendwo rein zu arbeiten.
Martin Geißler: Das ist super anstrengend.
Claudia Dennstedt: Das ist zu anstrengend und die haben die Zeit auch nicht und die Energie nicht, weil du heute überall oben sein musst und alles immer gleich sofort und wenn du ehrlich bist, das ist ja bei mir, das sehe ich ja in meiner Firma auch, die Menschen sind es einfach gewohnt, auf Knopfdruck alles zu bekommen. Wenn die im Kundenservice irgendwo anrufen und du sagst zum Beispiel im Handwerk, wir können Ihnen das gerne machen, aber unser Handwerker kann erst in 3 Wochen kommen und es wird die Baustelle auch so und so lange brauchen, weil die Materialien müssen trocknen, weil wir müssen bestimmte Materialien irgendwo herholen. Dann sind die schon müde, dann sind die sauer, dann fangen die an, ja dann gehe ich halt woanders hin. Und dann denkst du immer, hallo, wir können nicht alle gegen die Natur schwimmen, die Natur ist nun mal so, ja. Aber wie gesagt, weil eben alles so zack zack zack geht, ja, ist es so, dass sie denken auch die Welt dreht sich so. Und deswegen glaube ich auch, wenn ich dir so nach dieser Stunde, wenn ich dir so zuhöre, Ich glaube, dass das auch ein Vorteil für einen Podcast ist. Man kann ihn überall hören und ich muss es nicht lesen. Ich kann sagen, okay, wenn mich dieses Thema, was ich da gehört habe, wirklich interessiert, dann kann ich mich da rein vertiefen.
Claudia Dennstedt: Aber ich muss nicht. Ich kann, aber ich muss nicht. Und ich kann vorher schon sortieren und kann sagen, spannend oder nicht. Und das kam rüber jetzt in dieser Stunde. Da muss ich sagen, das ist das, wo ich sage, okay, hast mein Denken über Postpodcast gerade extrem gedreht. Also ich finde es mittlerweile sehr interessant.
Martin Geißler: Jetzt mache ich noch eine weitere Ebene auf. Wie oft glaubst du, in so richtig großen Konzernen spricht der Vorstand mit seinen Mitarbeitern?
Claudia Dennstedt: Relativ selten. Vor allen Dingen auch das, was er spricht, ist sehr enttrennt.
Martin Geißler: Da haben wir auch mehrere Kunden, die interne sogenannte Protected Podcasts haben, die gar nicht in der Öffentlichkeit auftreten, sondern die sind passwortgeschützt. Auftreten, sondern die sind passwortgeschützt. Das heißt nur der Mitarbeiter kann sich extra einloggen, diese Podcast Episode zu hören und dort berichtet oder erklärt auch die Vorstandsebene alles bis runter zum kleinsten Mitarbeiter, was gerade aktuell ist, wie die nächsten Ausrichtungen sind, was gerade einfach Themen im Unternehmen sind, die gerade angegangen werden. Und das finde ich ist dann auch nochmal kommunikativ viel geiler als wie ein Newsletter, den wahrscheinlich sowieso dann der Mitarbeiter
Claudia Dennstedt: weg macht,
Martin Geißler: sondern er kann sich mit dem Vorstandsvorsitzenden zusammensitzen und kann ihm einfach mal zuhören. Und glaub ich merkt auch so ein bisschen wie er tickt, weil es kann sich keiner über zig Minuten verstellen in seiner Art und Weise. Das wäre genauso wie wenn ich jetzt hier sitzen würde und die ganze Zeit eine Radiostimme aufsetzen würde. Das wäre anstrengend. Aber das
Claudia Dennstedt: ist auch ein spannendes Thema. Ich glaube, das wird auch wachsen.
Martin Geißler: Ja, also wird dieses Thema interne Podcasts auch. Also das funktioniert jetzt. Oder es gibt natürlich die Themen Vorstandsebene oder Chefebene an Mitarbeiter. Aber es gibt auch Abteilungen gegenseitig, die sich interviewen oder Mitarbeiter, die dann mal ins Rampenlicht gesetzt werden. Was machst du da eigentlich den ganzen Tag? Was ist deine Aufgabe? Wann kommst du? Wann gehst du? Wann machst du Mittag? Und warum? Warum beginnst du schon 6 Uhr in der Früh? Warum beginnst du erst 4 zu am Nachmittag? Warum bleibst du aber auch bis spät in die Nacht? Was passiert denn eigentlich nachts hier im Unternehmen? Ich bin ja nie da. Also da gibt es auch spannendste Storys, die da passieren. Aber halt alle unter Verschluss natürlich.
Claudia Dennstedt: Aber das finde ich gerade total spannend, weil das geht ja bei mir voll ins Thema rein. Weil ich habe ja bei mir oft auch diesen Effekt, dass klar, wenn du als Business Coach unterwegs bist, Das ist ja auch ein Thema, wo ich dann sage, okay, das geht bei mir ja mit rein, wenn ich gucke, funktionieren die Strukturen gut im Unternehmen. Und da hast du oft diesen Effekt, dass A nicht weiß, was B macht. Und dann heißt es immer, ja die vom Lager oder die vom Kundenservice oder die draußen, die bringen mir ja die Unterlagen nicht rechtzeitig oder die haben die Unterschrift nicht geholt und deswegen kann ich nicht weiterarbeiten. Und früher haben wir dann immer gesagt, Wenn du so ein Problem hast in deiner Firma, dann nimm die Mitarbeiter und pack sie mal für einen Tag in die andere Abteilung. Dass die erstmal sehen, okay die schlafen auch nicht an der Wand. Die arbeiten ja, oh mein Gott. Und dann hast du vieles aufheben können.
Claudia Dennstedt: Aber auch das ist ja das Problem, das kannst du ja manchmal gar nicht mehr machen. Weil, wie viel arbeiten denn in Remote? Weißt du? Und wie viel, da kriegst du das ja alles nicht mehr mit. Und da wäre ja so ein Interview, so ein internes Interview, find ich ja mega geil. Das wäre eine richtig coole Erfindung. Ein
Martin Geißler: geiles Format könnte ich mir auch vorstellen, wenn ein kleiner Mitarbeiter auf nicht so hoher Vorstandsebene sich vielleicht mal mit dem Vorstand in einem Interview zusammensetzt und einfach mal Fragen stellt, Mit denen vielleicht auch der Vorstand gar nicht rechnet. Ja, genau. Und andersrum, ja. Ja, genau. Mit Antworten, wo der sagt, ach so, drum machen wir das schon jahrelang so. Ich habe es gar nicht verstanden, weil ich wäre ja so an die Sache rangegangen, aber Mit dem Blickwinkel verstehe ich es.
Claudia Dennstedt: Und vor allem, was ja auch ist, man weiß, viele Mitarbeiter wissen ja gar nicht mehr, warum treffen Firmen diese Entscheidung und warum tickt der Vorstand so? Und warum behandelt der eigentlich die Menschen so, wie sie behandelt werden? Weiß der überhaupt, was ich tue? Weiß der eigentlich, was ich tue? Und Wertschätzung ist das höchste Gut in 1 Firma. Wertschätzung ist das wo ich sage, daran misst sich ob eine Firma erfolgreich ist oder nicht. Wenn du deine Mitarbeiter mit Respekt und Wertschätzung behandelst, wirst du aus jeder Klitsche einen D-Zug. Wenn du das nicht mehr tust, verlierst du deine Mitarbeiter, am Ende deine Kunden Und auch deinen Markt. Es ist so. Wenn du keine Wertschätzung, kein Vertrauen den Leuten gegenüberbringst, dann weg. Und das geht heute so schnell. Weil du eben diesen Kontakt gar nicht mehr so hast.
Claudia Dennstedt: Früher ist der Chef noch, wenn er ein mittelständisches Unternehmen hatte, der kannte jeden noch mit dem Namen. Der ist durch die Firma gelaufen, hat zum Geburtstag gratuliert, wusste der hat ein Kind gekriegt, der ist schwanger, der musste die Sekretärin alles aufschreiben. Und hat das dem Chef gegeben und der wusste das. Und der Mitarbeiter, der gemerkt hat, okay, der Chef interessiert sich für mich, der hat auch Überstunden gemacht. Der hat auch nicht gefragt, der hat Gas gegeben. Das ist aber heute alles nicht mehr. Und du brauchst neue Ebenen, wo du sagst, du kannst die Mitarbeiter begeistern und kannst sie wieder mitnehmen auf die Reise. Und da finde ich das eine mega geile Idee, muss ich ehrlich sagen.
Claudia Dennstedt: Das hat mich richtig getriggert.
Martin Geißler: Dann Frage an dich, wenn du sagst, du würdest morgen einen Podcast starten, mit welchen Themen würdest du starten? Hast du eine Idee? Wenn nicht, helfe ich dir gerne weiter.
Claudia Dennstedt: Ja, ich habe viele. Also ich könnte mir zum Beispiel vorstellen, also gerade das, was ich gerade gesagt habe, wie nehme ich Mitarbeiter mit in die Digitalisierung, in die digitale Welt? Wie kriege ich die dazu, das auch zu tun und zu begeistern? Das wäre zum Beispiel ein Thema. Dann hätte ich das Thema, was muss die Firma loslassen, damit sie diese Reise starten kann. Weil das ist wirklich ein spannendes Thema, weil du hast ja auch oft in 25 Jahren, hast du so ein Branding, also ich sage mal, wenn was Neues kommt, dann ist es ein Feldweg. Ich habe aber in der Firma eine Autobahn und die fährt. Und das haben wir schon immer so gemacht. Und das muss aber so laufen. Und da kann ich gar nicht wegfallen.
Claudia Dennstedt: Und das brauche ich aber alles. Und manches bietet die Digitalisierung aber nicht. Die bietet es eben anders an. Und da die Leute auf die Reise mitzubringen, das ist ein spannendes Thema. Also davon würde ich gerne mal einen Podcast machen. Haha.
Martin Geißler: Schau, ich würde anders rangehen.
Claudia Dennstedt: Ja, ich habe ja keine Ahnung.
Martin Geißler: Ja, darum geht es. Das ist
Claudia Dennstedt: ja dein Business.
Martin Geißler: Aus meiner Brille würde ich anders rangehen, sondern ich hätte dir jetzt die Frage gestellt, was sind denn die 3 größten Pain-Punkte bei deiner Kundschaft? Wo würdest du sagen, das sind Themen, die immer wieder auftauchen, die fallen mir immer wieder auf, da schleiche ich die Hände über den Kopf zusammen und da hätte ich auch sofort eine Lösung parat. Wusstest du da was?
Claudia Dennstedt: Ja, Ich habe 3 Punkte. Das erste ist, sitzt der Mitarbeiter wirklich an dem richtigen Platz? Ist der, weil die Aufgaben sich verändert haben, fühlt der sich da überhaupt noch wohl? Oder geht der da nur noch hin, damit er sein Geld nach Hause trägt? Das ist ein Schmerz, weil die haben dann innerlich schon gekündigt und der Chef merkt das gar nicht. Das zweite, wo ich sage, da haben die Firmen einen großen Schmerz, ist mit dem, jetzt muss ich überlegen, schneidest du da raus?
Martin Geißler: Schneiden hier gar nichts.
Claudia Dennstedt: Das muss man kurz überlegen. Also der zweite Schmerz, wo ich sage, das ist ein richtiger Schmerz, ist auch für den Unternehmer, was brauche ich eigentlich? Was brauche ich an digitalen Mitteln?
Martin Geißler: Es gibt ja zig tausende.
Claudia Dennstedt: Es ist nicht mehr nachvollziehbar, also nicht mehr zu ordnen. Und was brauchen sie wirklich? Dass man wirklich mal guckt in der Struktur, wie ist mein Prozess? Was brauche ich wirklich für digitale Mittel? Und wenn ich sie mache, was bringt es mir für Vorteil? Warum brauche ich sie? Dass sie das nachvollziehen können. Weil wenn der Chef nicht hinter der Digitalisierung steht, dann kann sich der Mitarbeiter totlaufen. Wenn der nicht mitgeht, vergiss es. Und das ist ein großer Schmerz. Und der dritte Schmerz, wo ich sage, das ist wirklich ein großer Schmerz, ist der die Zeit. Wenn du eine Systembestellung hast, muss ja deine Produktion weiterlaufen. Also musst du ein System haben, wie kriege ich diese Neuerung oder dieses neue System so schnell umgesetzt, dass es mich, meine Mitarbeiter nicht so sehr in der eigentlichen Arbeit ausbremst.
Claudia Dennstedt: Da gibt es eine gute Struktur, wie ich das machen kann und wie ich die Leute mitnehmen kann. Und das ist ein tolles Podcast Thema, glaube ich.
Martin Geißler: Denke ich auch. Was ist jetzt, wenn jemand sich da draußen jetzt gerade vollkommen getriggert und angesprochen fühlt, sagt, das sind genau die Themen, die müssten mal bei mir im Unternehmen bearbeitet werden. Wo finden sie dich? Oder wie finden sie dich?
Claudia Dennstedt: Ja, ich habe eine Internetseite. Ich habe… Wie? Context Live ist meine Firma. Siehst du, habe ich noch gar nicht gesagt.
Martin Geißler: Nein, nehmen, ja, komm.
Claudia Dennstedt: Ja, meine Firma hat nämlich auch einen Namen. Die heißt Context Live. Ist ein kleines Unternehmen und Context Live heißt es deswegen, weil es Verbundenheit leben heißt. Verbundenheit leben. Kontext gibt es im digitalen Bereich. Ja, den Kontext bilden zwischen verschiedenen Programmen. Und das fand ich damals ganz spannend. Und Kontext bedeutet aber auch, wenn man das mal eingibt in Google, dann heißt es, es ist Verbundenheit.
Claudia Dennstedt: Und Verbundenheit ist für mich ganz wichtig, weil du kannst das tollste System haben, wenn du die Mitarbeiter nicht auf die Reise mitnimmst und dir klar ist, dass das auch ein Prozess ist, dass das nicht von heute auf morgen gibt, dass du das leben musst in deiner Firma. Du musst es leben, diese Veränderung. Wirst du es nicht hinkriegen. Ich habe schon Unternehmen erlebt, die haben solche ERP-Umstellungen, da haben die 2, 4000000 Euro an die Wand gefahren und mussten nochmal komplett von vorne anfangen. Warum mussten sie von vorne anfangen? Weil sie nicht in der Lage waren, die Abteilung abzuholen und die Einzelprozesse mit einzubinden und zu wissen, wann ziehe ich welchen Hebel? Und wenn du das selber schon erlebt hast, dann weißt du auch worum es da geht. Und deswegen Context Live ist meine Firma. Mein Name ist Claudia Denstädt und man findet mich, wenn man mich googelt.
Martin Geißler: Ich glaube Instagram, LinkedIn und so, da bist du auch gut vertreten.
Claudia Dennstedt: Ja, aber noch nicht so, wie gesagt, die Digitale, da habe ich mich so ein bisschen noch rausgenommen. Das ist so eine Sache, wo viele sagen, Claudia, du musst dich anders zeigen. Also ich habe jetzt ein Zink-Profil, ich habe ein LinkedIn-Profil, Natürlich, aber ich bin jetzt nicht so der Social Media Experte. Noch nicht. Gar nicht. Aber was ich esse, kann auch werden.
Martin Geißler: Das heißt für dich, da wird jetzt die Reise verstärkt hingehen?
Claudia Dennstedt: Ich merke das ja, das ist halt einfach so. Ich denke ja, wenn ich mein Produkt nach draußen bringen möchte, dann müssen die Leute mich auch finden.
Martin Geißler: Das heißt, wenn wir uns hier in einem Jahr wieder zusammensetzen, was ist da bis hin passiert?
Claudia Dennstedt: Oh, Das ist eine spannende Frage. Ja, ich glaube, ich bin mehr nach außen wieder. Ich möchte meine Webseite neu machen, weil die noch sehr auf Coaching und Vertriebscoaching aufgebaut ist. Da ist das andere überhaupt nicht mit drin, was ich alles kann. Also ich muss mich da wirklich komplett neu aufstellen. Das mache ich auch gerade. Ja, und dann denke ich, vielleicht gibt es dann meinen eigenen Podcast, ich weiß es noch nicht. Mal schauen.
Martin Geißler: Claudia, vielen Dank für deine Zeit, vielen Dank für deinen Input, vielen Dank auch für deine zahlreichen Fragen zu der ganzen Podcast-Thematik. Für mich ist es immer wieder ganz spannend, mich da mit Leuten zu unterhalten, die noch gar nicht in diesem Thema drin sind. Und ich hoffe, ich konnte es auch gut erklären. Und ja, in diesem Sinne, ich freue mich, wenn wir uns in einigen Jahren wieder sprechen. Mal schauen, wo die Reise hingegangen ist.
Claudia Dennstedt: Ich danke dir ganz herzlich.
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